Handy-Speicher, fühlende Straßen und Holzkleber: Wer kann ein aktuelles Forschungsthema am besten in drei Minuten erklären? Darum geht es beim Wissenschaftswettbewerb FameLab Germany. Den Vorentscheid in der ausverkauften Wissenswerkstadt Bielefeld gewann jetzt ein Bielefelder: Physiker Maik Gärner von der Universität Bielefeld.
Zehn Nachwuchsforschende aus ganz Deutschland waren angetreten. Gärner überzeugte die Jury mit seinem Vortrag über neuartige magnetische Datenspeicher, mit denen in Zukunft Fotos, Videos und andere Daten auf Handys oder Laptops gespeichert werden könnten. Der Doktorand an der Fakultät für Physik der Universität erklärte, was diese Technologie deutlich effizienter im Vergleich zu heutzutage verwendeten Speichermethoden machen würde.

© Wissenswerkstadt/Tim Fröhlich
Den zweiten Platz belegte Emily Hantsche von der HafenCity Universität Hamburg. Sie zeigte, wie Straßen künftig selbst Schäden melden könnten. In der Forschung werden dem Asphalt stromleitende Partikel beigemischt. Entstehende Risse verändern die messbare Spannung – Sensoren können so frühzeitig Alarm schlagen.
Zum Publikumssieger wählten die 370 Besuchenden in der Wissenswerkstadt Tim Gatz von der Leibniz Universität Hannover. In seinem Vortrag ging es um ein Material, das meist unsichtbar bleibt, aber viele Dinge im Alltag zusammenhält: Holzklebstoffe. Er erforscht, wie sich nachhaltigere Alternativen zu den heute verbreiteten Industrieklebern entwickeln lassen.
Mit ihren Platzierungen haben sich Maik Gärner und Emily Hantsche für das Deutschland-Finale von FameLab Germany qualifiziert. In vier weiteren Vorentscheiden in ganz Deutschland werden die weiteren Startplätze vergeben. Die Universität Bielefeld gehört zu den lokalen Partnern des Wettbewerbs.
Das Deutschland-Finale organisiert die Wissenswerkstadt am 1. Juli in der Rudolf-Oetker-Halle in Bielefeld. Es zählt zu den größten FameLab-Wettbewerben weltweit.

© Wissenswerkstadt/ Sarah Jonek