- Professor Dr. Holger Straßheim in DFG-Nationalkomitee zu Polarforschung berufen
- Professor Dr. Thomas Hellweg jetzt im wissenschaftlichen Beirat des schwedischen LINXS Instituts
- Professor Dr. Eike von Savigny im Alter von 84 Jahren verstorben
Professor Dr. Holger Straßheim (55) wurde vom Präsidium der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) in das Nationalkomitees SCAR/IASC (Scientific Committee on Antarctic Research/International Arctic Science Committee) berufen. Das Nationalkomitee plant und koordiniert seit 1992 die Aktivitäten der
deutschen Hochschulforschung auf dem Gebiet der Polarforschung zusammen mit dem Alfred-Wegener-Institut sowie den betreffenden Bundeseinrichtungen, welche auch die notwendige Logistik für die Hochschulforschung zur Verfügung stellen. Zugleich dient es als Korrespondenzorgan für die internationalen Gremien des Scientific Committee on Antarctic Research (SCAR) und des Internationalen Arctic Science Committee (IASC). Holger Straßheim wurde für die Jahre 2026 bis 2028 berufen. Er war bereits im vergangenen Jahr zum Mitglied der Arbeitsgruppe Soziales und Mensch des IASC gewählt worden.
Holger Strassheim ist seit 2018 Professor für Politische Soziologie an der Universität Bielefeld. Straßheim ist Ko-Direktor des Instituts für Interdisziplinäre Wissenschaftsforschung (ISOS) und Ko-Direktor des Instituts für Weltgesellschaftsstudien.

© Universität Bielefeld/Sarah Jonek
Professor Dr. Thomas Hellweg (60) ist in den wissenschaftlichen Beirat des LINXS Instituts in Lund, Schweden, berufen worden (LINXS Institute of Advanced Neutron and X-Ray Science). LINXS ist ein Institut für „Advanced Studies“, dessen Aufgabe es ist, Wissenschaft und Bildung mit Schwerpunkt auf der Nutzung von Neutronen und Röntgenstrahlen zu fördern, weltweit führende Wissenschaftler für kurzfristige Forschungsaufenthalte zu gewinnen und internationale Netzwerke im genannten Forschungsgebiet aufzubauen. Thomas Hellweg vertritt als neues Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats (SAB) das Gebiet der Forschung an „Weicher Materie“. Er war auch einer der ersten Gastforscher von LINXS und von Juni bis August 2019 an diesem Institut tätig. Er wird bis 2028 Mitglied des Beirats sein.
Professor Hellweg ist Experte auf dem Gebiet der Erforschung von Materie mit Neutronen. Er arbeitet insbesondere an sogenannten „intelligenten“ Materialien und im Bereich der Nanotechnologie. Hellweg ist seit 2010 Professor für Physikalische und Biophysikalische Chemie an der Universität Bielefeld.

© Universität Bielefeld/Mike-Dennis Müller
Professor Dr. Eike von Savigny ist Ende Dezember 2025 im Alter von 84 Jahren gestorben. Eike von Savigny hat über fast 30 Jahre die Bielefelder Abteilung für Philosophie geprägt. Er wurde 1977 auf die dritte Professur für Philosophie berufen, die er bis 2006 innehatte. Er arbeitete zunächst zur Metaethik, zur Theorie nicht-empirischer Wissenschaften und zur philosophischen Methodologie. Sein späterer Forschungsschwerpunkt war die Sprachphilosophie, zu der er im Rahmen seiner gleichnamigen Professur in Bielefeld forschte und lehrte. In der Sprachphilosophie hat von Savigny einflussreich zur sogenannten Philosophie der normalen Sprache sowie prominent und maßgeblich zur Philosophie des späten Wittgenstein publiziert; in diesen Feldern war er prägend für die Entwicklung vor allem für die deutschsprachige philosophischen Debatte. Eike von Savigny war wesentlich daran beteiligt, die Universität Bielefeld früh als ein Zentrum der analytischen Philosophie in Deutschland zu etablieren. Neben seinen Forschungsarbeiten waren für die Abteilung Philosophie insbesondere seine Impulse in der Hochschul- und Philosophiedidaktik nachhaltig wegweisend.
Von 1981 bis 1984 war von Savigny Senatsmitglied der Universität Bielefeld. Von 1982 bis 1983 leitete er die damalige Fakultät für Geschichtswissenschaft und Philosophie der Universität Bielefeld als Dekan. Von Savigny studierte, promovierte und habilitierte in München. Weitere Stationen seiner wissenschaftlichen Laufbahn waren die Universitäten Trier, Salzburg und Klagenfurt, bevor er im Jahr 1977 seine Professur an der Universität Bielefeld aufnahm.

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