Gute Schule – dieses Thema zieht sich durch die Forschungsbiografie von Professor Dr. Klaus-Jürgen Tillmann wie ein roter Faden. Der Bildungswissenschaftler ist am 30. Dezember im Alter von 81 Jahre gestorben. Von 1994 bis zu seiner Emeritierung 2008 leitete er die Bielefelder Laborschule. Er war Mitentwickler des Konzeptes der Gesamtschule und als Bildungsreformer stets auf der Suche nach der gerechten Schule mit mehr Chancengleichheit.
Zahlreiche seiner Publikationen gehören heute zu den Standardwerken in der Schulforschung, der Analyse von Schulsystemen und der Sozialisationstheorie.

© Universität Bielefeld
Klaus-Jürgen Tillmann war Hauptschullehrer im Ruhrgebiet, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Schulentwicklungsforschung in Dortmund, Professor für schulische Sozialisation an der Universität Hamburg und Gründungsdirektor des „Pädagogischen Landesinstituts Brandenburg“.
Seit 1992 war er in Bielefeld Professor für „Pädagogik und Didaktik der Sekundarschule“ und seit 1994 Wissenschaftlicher Leiter der Laborschule. Von 2000 bis 2004 war Tillmann Vorsitzender des Fachausschusses „Pädagogik“ der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Er war Mitglied des wissenschaftlichen Beirats des Forschungsverbundes zur Entwicklung von Ganztagsschulen, Mitglied des nationalen PISA-Konsortiums und im Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft. Er hat in zahlreichen wissenschaftlichen und politikberatenden Kommissionen mitgearbeitet.