Wie treffen Menschen, Tiere und künstliche Intelligenz Entscheidungen in einer unsicheren Welt? Und was können die verschiedenen Forschungsfelder voneinander lernen? Diesen Fragen widmet sich die Long-term Forschungsgruppe „Robust Decision Heuristics for Natural and Artificial Intelligence“, die seit September 2025 am ZiF arbeitet.
In der aktuellen Folge des ZiF-Podcasts „Interspaces“ sprechen die Leiter*innen der Forschungsgruppe über ihre Forschung und die zentralen Herausforderungen ihres interdisziplinären Projekts. Zu Gast sind Mohan Sridharan (Chair in Robot Systems, University of Edinburgh), Özgür Şimşek (Professorin für Informatik an der University of Bath) und der Psychologe Gerd Gigerenzer (Berlin).

© Universität Bielefeld/ZiF
Im Gespräch geht es um die Frage, wie Entscheidungen unter Unsicherheit getroffen werden – bei Menschen, Tieren und KI-Systemen. Die Forschenden diskutieren, wie Erkenntnisse aus Psychologie, Verhaltensforschung, Informatik und Robotik zusammengeführt werden können, um robuste und nachvollziehbare Entscheidungsstrategien für natürliche und künstliche Intelligenz zu entwickeln. Dabei reichen die Beispiele von menschlicher Entscheidungsfindung bis hin zu autonomen Robotern und Roboterfußball.
Anlässlich des zweiten Workshops der Forschungsgruppe, der vom 22. Juni bis 10. Juli am ZiF stattfindet, geben die Wissenschaftler*innen zudem Einblicke in aktuelle Forschungsthemen wie Robustheit, langfristige Entscheidungsprozesse und die Erklärbarkeit von Entscheidungen. Darüber hinaus sprechen sie über die Chancen und Herausforderungen interdisziplinärer Zusammenarbeit und darüber, was die Erforschung natürlicher und künstlicher Intelligenz voneinander lernen kann.