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Erfahrungen zwischen Fremdsein und Ankommen


Text: Universität Bielefeld

Beim Sommerfest des Vereins zur Förderung internationaler Studierender in Bielefeld e.V. (ViSiB e.V.) berichteten internationale Studierende der Universität Bielefeld und der Hochschule Bielefeld (HSBI) von persönlichen Erfahrungen zwischen Fremdsein, Kulturschock und Ankommen in Deutschland. Zudem ehrte der Verein zwei Studierende, die sich in besonderer Weise für interkulturellen Austausch und internationales Miteinander in Ostwestfalen-Lippe engagieren.

Von der Universität Bielefeld wurde die Masterstudentin Mansi Dave ausgezeichnet. Nominiert wurde sie von Professor Dr. Volker Dürr, der beim Sommerfest auch die Laudatio hielt. Dave studiert im internationalen Masterstudiengang „Behaviour: From Neural Mechanisms to Evolution“ und überzeugte dort durch herausragende wissenschaftliche Leistungen und großes Engagement: „Mit ihren außergewöhnlichen Leistungen und ihrer schnellen Integration in das Studien- und Laborleben hat Mansi von Beginn an überzeugt. Dass sie als erste Absolventin dieses seit über 20 Jahren bestehenden Studiengangs diesen Preis erhält, ist eine besondere Auszeichnung und ein bemerkenswerter Erfolg“, so Dürr. Er lobte ihre Masterarbeit zum Lernverhalten von Bienen, in der sie einen außergewöhnlich umfangreichen und publikationswürdigen Datensatz erhob und auswertete. Darüber hinaus brachte sie sich in Laborpraktika und Teamarbeiten mit großer Offenheit, Kommunikationsstärke und wissenschaftlicher Neugier ein. Ihre Fähigkeit, sich auch in anspruchsvolle theoretische und analytische Themenfelder eigenständig einzuarbeiten, mache sie zu einer außergewöhnlich leistungsstarken und vorbildlichen internationalen Studierenden.

Austausch und Ehrungen beim Sommerfest von ViSiB mit Michael W. Böllhoff, Prof. Dr. Volker Dürr, Prof. Dr. Andreas Unger, Judith Peltz, Prof'in Dr. Michaela Vogt sowie dim Vordergrund die Preisträger Mansi Dave und Michael Konadu Ampadu (v.l.). Foto: Hannah Möbius (IO/ HSBI)
Austausch und Ehrungen beim Sommerfest von ViSiB mit Michael W. Böllhoff, Prof. Dr. Volker Dürr, Prof. Dr. Andreas Unger, Judith Peltz, Prof’in Dr. Michaela Vogt sowie dim Vordergrund die Preisträger Mansi Dave und Michael Konadu Ampadu (v.l.).


Von der Hochschule Bielefeld (HSBI) wurde Michael Konadu Ampadu ausgezeichnet. Er studiert den englischsprachigen Bachelorstudiengang „Mechatronics and Automation“ am Campus Gütersloh.
Die mit 750 Euro dotierten Ehrungen wurden von Michael W. Böllhoff, dem Vorstandsvorsitzenden des ViSiB e.V. feierlich überreicht und gehören seit vielen Jahren zum festen Bestandteil des Sommerfestes und würdigen internationale Studierende, die sich in besonderer Weise akademisch, gesellschaftlich oder interkulturell einbringen. Böllhoff:“„‚Think global, act local‘ ist für die Böllhoff Gruppe und mich mehr als ein Leitsatz. Die tägliche Unterstützung, Vernetzung und Begleitung internationaler Studierender durch die International Offices ist ein herausragendes Beispiel dafür, wie wichtig lokales Engagement für internationale Erfolge ist.“

Im Zentrum des Abends stand in diesem Jahr ein Perspektivwechsel: Internationale Studierende der Universität Bielefeld und der HSBI berichteten persönlich von ihren ersten Erfahrungen in Deutschland. Unter dem Motto „Global Minds, Local Stories – Interkulturelle Erlebnisse zwischen Fremdsein und Ankommen“ schilderten sie Situationen zwischen Kulturschock, Missverständnis und unerwarteter Nähe. Die Beiträge von Treasure Njimbong Jing von der Hochschule Bielefeld und Hope Onwenu von der Universität Bielefeld reichten von Erlebnissen mit deutscher Direktheit und Bürokratie über stille Regeln im öffentlichen Raum bis hin zu bewegenden Erfahrungen von Hilfsbereitschaft und Freundschaft.

Die Hochschule Bielefeld und die Universität Bielefeld unterstrichen beim Sommerfest die Bedeutung internationaler Perspektiven für Studium, Forschung und regionale Entwicklung. Beide Hochschulen setzen sich seit vielen Jahren dafür ein, internationale Studierende beim Einstieg in Studium, Alltag und Beruf in Deutschland zu unterstützen und internationale Talente langfristig für die Region zu gewinnen.

Prof'in Dr. Michael Vogt
Prof’in Dr. Michael Vogt lobt das jahrzehntelange Engagement des Vereins zur Förderung internationaler Studierender als gelebte Willkommenskultur.

„ViSiB macht seit 40 Jahren das, was man sich erhofft, wenn man in einem neuen Land ankommt: Kontakte herstellen in die Region und in die Wirtschaft und in allen Lebenslagen helfen“, beschreibt Judith Peltz, Vizepräsidentin Internationales, die Wichtigkeit des ViSiB. Professorin Dr. Michaela Vogt, Prorektorin für Internationales, Diversität und Gesellschaft der Universität Bielefeld, ergänzte: „ViSiB zeigt seit Jahrzehnten, was gelebte Willkommenskultur bedeutet: Internationale Studierende konkret zu unterstützen, ihnen Orientierung zu geben und auch in schwierigen Situationen verlässlich an ihrer Seite zu stehen. Dieses Engagement ist für den Studienstandort Bielefeld von unschätzbarem Wert.“

ViSiB bringt Menschen, Perspektiven und Erfahrungen zusammen

Der Verein zur Förderung Internationaler Studierender in Bielefeld e.V. setzt sich seit Jahrzehnten dafür ein, internationale Studierende in der Region zu unterstützen und Begegnungen zwischen Hochschulen, Wirtschaft und Gesellschaft zu fördern. Mit Veranstaltungen wie dem Sommerfest schafft der Verein Räume für Austausch, Vernetzung und gegenseitiges Verständnis – und macht zugleich sichtbar, welchen Beitrag internationale Studierende für die kulturelle und wirtschaftliche Entwicklung der Region leisten. 
Mehr Informationen zum Verein ViSiB auf der Internetseite.