Die Universität Bielefeld hat zwei Drittmittelförderungen der Stiftung Innovation in der Hochschullehre eingeworben. Die Projekte „InkluBuddy“ und „Public History Netzwerk“ starten zum 1. Oktober und laufen jeweils drei Jahre.
Die Stiftung Innovation in der Hochschullehre hat in ihrer Förderlinie „Fokus Netzwerke 2026“ insgesamt 29 Projekte aus 199 Einreichungen ausgewählt. Zwei davon gehen an die Universität Bielefeld. Das Fördervolumen der gesamten Förderlinie beträgt rund 6,3 Millionen Euro für drei Jahre. Alle Projekte starten am 1. Oktober 2026.
Neue Impulse für Lehre und Geschichtsvermittlung
Eins der beiden Projekte widmet sich Public History, also der geschichtswissenschaftlichen Arbeit für und mit der Öffentlichkeit. Es heißt „PH-Net: Public History Netzwerk für innovative Lehre“, wird von Professorin Dr. Kornelia Kończal geleitet und baut auf einem etablierten Verbund auf: dem Netzwerk „Public History in der Lehre“. Dieses Netzwerk verbindet als praxisbezogene Fachgemeinschaft („Community of Practice“) Lehrende, Studierende und Absolvent*innen der Public History im deutschsprachigen Raum. So hat es dazu beigetragen, Public History als junges Teilfach der Geschichtswissenschaft zu etablieren. Mit dem Projekt verfolgt das Netzwerk drei Ziele: gemeinsame Qualifizierung, Vernetzung über einen „Digitalen Campus“ und ein Positionspapier zur Aufnahme von Public History in deutsche Studiengänge.

© Fernando Ortopédez
Inklusion in Lehre und Beratung verankern
Das zweite geförderte Projekt, „InkluBuddy – Netzwerk Beratung und Lehre inklusiv“, entwickelt gemeinsam mit der Landesarbeitsgemeinschaft Studium und Behinderung NRW ein Mentoring-Programm für Beratende und Lehrende. Im Mittelpunkt stehen Nachteilsausgleich, Fallarbeit und barrierefreie Lehre. Aus den Projekterfahrungen entsteht ein Online-Selbstlernkurs, anschlussfähig an hochschuldidaktische Zertifikate. Das Projekt schließt mit einer landesweiten Fachtagung ab. Projektverantwortlicher ist Michael Johannfunke, Koordinator der Zentralen Anlaufstelle Barrierefrei (ZAB) der Universität.
„Gute Lehre endet nicht an der eigenen Hochschulgrenze“, sagt Prof. Dr. Dario Anselmetti, Prorektor für Studium und Lehre an der Universität Bielefeld. „Beide Projekte leben davon, dass Wissen und Erfahrung in Netzwerken weitergegeben werden.“

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