Klimakrise, Artensterben und endliche Ressourcen stellen Politik und Gesellschaft vor langfristige Herausforderungen. Professorin Dr. Eleonora Rohland, Universität Bielefeld, Professor Dr. Frederic Hanusch, Justus-Liebig-Universität Gießen und Professor Dr. Bernd Scherer, ehemaliger Direktor des Hauses der Kulturen der Welt in Berlin, diskutieren am 25. März um 18 Uhr in der Wissenswerkstadt, wie planetarisches Denken regionales Handeln und eine Transformation zur Nachhaltigkeit unterstützt. Bürger*innen sind eingeladen, Fragen zu stellen und mitzudiskutieren.
Planetarisches Denken erweitert den Blick über nationale und globale Maßstäbe hinaus und richtet Entscheidungen an Zeiträumen aus, die Wahlperioden und Generationen überschreiten. Es fragt, wie Institutionen und Gesellschaften auf sich ändernde Lebensbedingungen und Stoffkreisläufe reagieren können, wenn diese Änderungen auf planetaren Zeitskalen stattfinden. Welche Formen verantwortlicher Gestaltung unserer Zukunft ergeben sich daraus? Regionales Handeln für eine Transformation zur Nachhaltigkeit und erfolgreiche Wissenschaftskommunikation in die Gesellschaft sind zentrale Elemente.
Die Veranstaltung begleitet die Frühjahrsschule der Internationalen Max-Planck-Graduiertenschule „Modelling the Anthropocene“ (IMPRS-ModA). Die Graduiertenschule bildet Wissenschaftler*innen aus, die sich mit den Herausforderungen dieses Zeitalters befassen. Träger ist das Max-Planck-Institut für Geoanthropologie in Jena in Kooperation mit der Universität Bielefeld und weiteren Universitäten. Die erste Kohorte von Doktorand*innen hat Herbst 2025 begonnen.
Als Anthropozän bezeichnen Forschende das Erdzeitalter, in dem der Mensch zum prägenden Einflussfaktor auf die Erde geworden ist.