Das menschliche Darmmikrobiom ist so individuell wie ein Fingerabdruck. Bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (CED) wie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa spielt es eine zentrale Rolle. Doch sein Potenzial zur Diagnostik und personalisierten Therapie für Patient*innen bleibt bisher ungenutzt. Das Forschungsprojekt MikrobiomProCheck soll dies ändern.
Dafür erhalten das Leibniz-Institut für Analytische Wissenschaften – ISAS – e. V., die Universitäten Bielefeld, Bonn und Duisburg-Essen, die Biofidus AG sowie die Lead Discovery Center GmbH rund 3,4 Millionen Euro von der NRW-Landesregierung und der Europäischen Union.
MikrobiomProCheck ist ein in NRW breit aufgestelltes interdisziplinäres Forschungsprojekt: Das Universitätsklinikum Essen (UK Essen: Prof. Dr. Claudia Veltkamp) sowie das Evangelische Klinikum Bethel – Universitätsklinikum OWL der Universität Bielefeld (Prof. Dr. Eckard Hamelmann, Dr. Patricia Maasjosthusmann) betreuen beispielsweise die Studie mit 10 jungen und 100 erwachsenen CED-Patient*innen sowie genauso vielen gesunden Proband*innen.
Prof. Dr. Alexander Sczyrba und Dr. Tobias Busche von der Universität Bielefeld widmen sich gemeinsam mit Prof. Dr. Robert Heyer, Leiter der ISAS-Forschungsgruppe Mehrdimensionale Omics-Datenanalyse und Professor für Bioinformatik an der Universität Bielefeld, sowie einem Team der Universität Bonn den KI-basierten Mikrobiom-Analysen und sind für den Aufbau der digitalen Infrastruktur verantwortlich.
Seitens der Universität Bielefeld ist das Forschungsprojekt mit dem Fokusbereich MDDW (Mikrobiologie in einer datengesteuerten Welt – Mikrobiome und nachhaltige Bioproduktion) verbunden.
Weitere Informationen zu dem neuen Forschungsprojekt gibt es auf den Seiten des Leibniz-Institut für Analytische Wissenschaften – ISAS – e. V.