Wie lassen sich langlebige Maschinen mit schnelllebiger Elektronik zukunftsfähig machen? Im it’s OWL Projekt GoProZero erforschen Wissenschaftler*innen der Universität Bielefeld gemeinsam mit CLAAS und weiteren Partner*innen, wie Mähdrescher schon heute so entwickelt werden können, dass sie sich morgen gezielt modernisieren lassen.
Mähdrescher sind auf Jahrzehnte im Einsatz – Software und Elektronik dagegen entwickeln sich rasant weiter. Diese Schnittstelle nimmt das it’s OWL Projekt GoProZero in den Blick. Gemeinsam mit CLAAS, dem Fraunhofer IOSB-INA und der TH OWL untersuchen Forschende der Universität Bielefeld, wie sich elektronische Systeme über den gesamten Lebenszyklus einer Maschine hinweg nutzbar und erweiterbar gestalten lassen.
Im Fokus stehen Fragen der Übertragbarkeit: Unter welchen Bedingungen lassen sich Sensoren, Steuerungen und Datenmodelle zwischen unterschiedlichen Maschinentypen, Baureihen und Generationen vergleichen und wiederverwenden? Die Universität Bielefeld bringt dabei ihre Expertise in der Datenanalyse, Modellbildung und methodischen Auswertung komplexer Sensordaten ein.
Forschung an realen Ernteprozessen
Grundlage der Forschung sind reale Ernteprozesse. In Feldversuchen werden Sensordaten aus verschiedenen Aggregaten aufgezeichnet und anschließend gemeinsam ausgewertet. Ziel ist es, Muster und Zusammenhänge zu identifizieren, die eine spätere Nachrüstung und funktionale Aufwertung bestehender Maschinen – das sogenannte Refurbishing – erleichtern.
Das Projekt leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Kreislaufwirtschaft: Wenn Elektronik modular gedacht und Daten konsistent nutzbar sind, können Maschinen länger im Einsatz bleiben und gezielt modernisiert werden. Die Ergebnisse aus GoProZero sollen nicht nur CLAAS unterstützen, sondern auch als Orientierung für weitere Unternehmen im it’s OWL Netzwerk dienen.