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Trauer um Professor Dr. Eike von Savigny


Text: Universität Bielefeld

Die Universität Bielefeld trauert um Professor Dr. Eike von Savigny, der Ende Dezember 2025 im Alter von 84 Jahren gestorben ist. Eike von Savigny hat über fast 30 Jahre die Bielefelder Abteilung für Philosophie geprägt. Er wurde 1977 auf die dritte Professur für Philosophie berufen, die er bis 2006 innehatte. 

Eike von Savigny arbeitete zunächst insbesondere zur Metaethik, zur Theorie nicht-empirischer Wissenschaften und zur philosophischen Methodologie. Sein späterer Forschungsschwerpunkt war die Sprachphilosophie, zu der er im Rahmen seiner gleichnamigen Professur in Bielefeld forschte und lehrte. In der Sprachphilosophie hat von Savigny einflussreich zur sogenannten Philosophie der normalen Sprache sowie prominent und maßgeblich zur Philosophie des späten Wittgenstein publiziert; in diesen Feldern war er prägend für die Entwicklung vor allem für die deutschsprachige philosophischen Debatte. Eike von Savigny war wesentlich daran beteiligt, die Universität Bielefeld früh als ein Zentrum der analytischen Philosophie in Deutschland zu etablieren. Neben seinen Forschungsarbeiten waren für die Abteilung Philosophie insbesondere seine Impulse in der Hochschul- und Philosophiedidaktik nachhaltig wegweisend.

Schwarz-weißes Porträtbild von Eike von Savigny
Eike von Savigny ist Ende Dezember 2025 im Alter von 84 Jahren gestorben. Er war ein prägender Philosoph der Universität Bielefeld.

Von 1981 bis 1984 war von Savigny Senatsmitglied der Universität Bielefeld. Von 1982 bis 1983 leitete er die damalige Fakultät für Geschichtswissenschaft und Philosophie der Universität Bielefeld als Dekan. Von Savigny studierte, promovierte und habilitierte in München. Weitere Stationen seiner wissenschaftlichen Laufbahn waren die Universitäten Trier, Salzburg und Klagenfurt, bevor er im Jahr 1977 seine Professur an der Universität Bielefeld aufnahm.