Personalnachrichten aus der Universität Bielefeld

Dr. Bașak Bilecen, Bild der Person
Dr. Bașak Bilecen, Foto: Center for European Studies, Harvard University

Dr. Bașak Bilecen (39) hat von der nordrhein-westfälischen Akademie für Wissenschaft und Künste den Karl-Arnold-Preis für herausragende wissenschaftliche Leistungen erhalten. Die Soziologin bekommt die mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung für ihre herausragenden Forschungsleistungen auf den Gebieten der internationalen Migration und sozialen Ungleichheit. Bașak Bilecen hat ihre Forschungsarbeit in der Arbeitsgruppe von Professor Dr. Thomas Faist „Transnationale Beziehungen, Entwicklungs- und Migrationssoziologie“ an der Fakultät für Soziologie durchgeführt. Wichtigstes Ziel ihrer Forschung ist es zu ergründen, wie Transnationalität mobiler und nicht-mobiler Bevölkerungsgruppen ihre Lebenswelten, sozialen Schutz und damit Erfahrungen von Ungleichheiten in Familien und in den Opportunitätsstrukturen verschiedener Wohlfahrtsstaaten prägt. 2012 promovierte Bilecen an der Universität Bielefeld. Bis 2016 arbeitete sie im Sonderforschungsbereich 882 im Projekt „Transnationalität, die Verteilung von Sozialschutz und Ungleichheiten“. 2017 erhielt sie ein John F. Kennedy Memorial Fellowships und forschte für zehn Monate an der Harvard University, Cambridge (USA). Dr. Bașak Bilecen ist kürzlich als Associate Professor für Soziologie an die Universität Groningen gewechselt.

Robin Chan, Bild der Person
Robin Chan, Foto: Universität Bielefeld

Robin Chan (29) ist im April von der Landesregierung NRW für das Förderprogramm „KI-Starter“ ausgewählt worden. Für sein Projekt „Out-of-Distribution Detection via Generative Modeling of Deep Latent“ erhält er knapp 200.000 Euro. Ziel seines Vorhabens ist es, eine auf Unsicherheit basierende Methode für die praxisrelevante Aufgabe der semantischen Bild-Segmentierung zu präsentieren. Dazu werden generative Modelle entwickelt, die die Plausibilität von Merkmalen in tiefen neuronalen Netzen auswerten. Dies erlaubt es zu messen, wie gut Merkmale zu vorigen Beobachtungen passen. Die Entwicklung kommt zum Beispiel für autonomes Fahren in Frage, weil sich damit unbekannte Objekte identifizieren lassen. KI-Starter ist Teil der Förderlinie „Künstliche Intelligenz/Maschinelles Lernen“ (kurz: KI/ML). Für das Programm stellt das Land Nordrhein-Westfalen in den Jahren 2020 bis 2024 insgesamt rund zwei Millionen Euro zur Verfügung. Robin Chan wird in Bielefeld in der Arbeitsgruppe Machine Learning, geleitet von Professorin Dr. Barbara Hammer, arbeiten. Er nimmt seine Tätigkeit an der Universität Bielefeld im August auf und hat gerade seine Promotion an der Bergischen Universität Wuppertal abgeschlossen.

Tobias Dickbreder, Bild der Person
Tobias Dickbreder, Foto: Universität Bielefeld

Tobias Dickbreder (25) gehört zu den Nachwuchswissenschaftlern, die eine Einladung zur 71. Lindau Nobelpreisträgertagung zum Thema Chemie erhalten haben. Gemeinsam mit jungen Wissenschaftler*innen aus 91 Ländern hat er vom 26. Juni bis 1. Juli die Gelegenheit, sich mit rund 30 Nobelpreisträger*innen persönlich auszutauschen. Für Dickbreder ist das Treffen eine einmalige Möglichkeit, einige der herausragendsten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler treffen zu können und von ihnen zu lernen. Er ist Doktorand im Fach Physikalische Chemie bei Professorin Dr. Angelika Kühnle an der Universität Bielefeld und hat Chemie mit den Schwerpunkten Physikalische und Theoretische Chemie an der Universität Bielefeld studiert. Sein Master-Abschluss wurde von der Friedrich-Wilhelm-Helweg-Stiftung als bester Master-Abschluss in Chemie 2020 ausgezeichnet. Für seine Dissertation untersucht Tobias Dickbreder die Wechselwirkungen zwischen Wasser und der Oberfläche von Feldspatmineralien auf molekularer Ebene. Dies ist relevant, um zu verstehen, warum und wie Feldspatpartikel in der Atmosphäre die Kristallisation von Wasser in Wolken auslösen können. Das Verständnis dieser Prozesse ist für die Entwicklung zuverlässiger Klimamodelle unabdingbar.

Neue Sprecher des Forschungszentrums für Kognitive Interaktionstechnologie (CITEC) ist Professor Dr. Philipp Cimiano. Das CITEC erforscht als Zentrale Wissenschaftliche Einrichtung wissenschaftliche Grundlagen für mitdenkende technische Systeme, die soziale Interaktionsfähigkeiten, Künstliche Intelligenz und situativ flexibles Handeln verbinden. Der jetzt neu gewählte CITEC-Vorstand setzt sich aus Vertreter*innen der Hochschullehrer*innen und der wissenschaftlichen Mitarbeiter*innen zusammen. In den Vorstand gewählte Hochschullehrer*innen sind Prof. Dr. Philipp Cimiano (AG Semantische Datenbanken), Prof. Dr. Christoph Kayser (Kognitive Neurowissenschaften), Prof’in Dr. Johanna Kißler (Affektive Neuropsychologie), Prof. Dr. Stefan Kopp (Kognitive Systeme und soziale Interaktion) und Prof’in Dr. Sina Zarrieß (Computerlinguistik) gewählt. In den Vorstand gewählte wissenschaftliche Mitarbeit*innen sind: Dr.-Ing. Marc Hesse (AG Kognitronik und Sensorik), Qiang Li (AG Neuroinformatik), Dr. Bogdan Ludusan (AG Phonetik) und Dr. Anna-Lisa Vollmer (AG Medizinische Assistenzsysteme).