Personalnachrichten aus der Universität Bielefeld

  • Professorin Dr. Christine Bratu neue Gendergastprofessorin
  • Professorin Dr. Sabine Oertelt-Prigione leitet die neue Expert*innengruppe “Gender und Covid-19” der EU-Kommission
  • Professor Dr. Dr. hc. Helmut Satz zum Mitglied der Polnischen Akademie der Künste und Wissenschaften ernannt
Genderprof'in Christine Bratu, Bild der Person
Prof’in Dr. Christine Bratu, Foto: Christine Bratu

Professorin Dr. Christine Bratu (40) übernimmt im Sommersemester 2022 in der Abteilung für Philosophie der Universität Bielefeld die Gender-Gastprofessur. Sie hat an der Georg-August-Universität Göttingen eine Professur für Philosophie mit einem Schwerpunkt in der Genderfor-schung, davor war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Ludwig-Maximilian-Universität München. Sie ist im Vorstand des Göttinger Centrums für Geschlechterforschung und der Society for Women in Philosophy (SWIP) Germany. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in der analytischen feministischen Philosophie und in der politischen Philosophie. Christine Bratu wird im Rahmen ihrer Gastprofessur in Bielefeld verschiedene interdisziplinär angelegte Veranstaltungen unter dem Thema „The Subjection of Women 2.0: Zeitgenössische Sozialkritik aus der Perspektive der analytischen feministischen Philosophie anbieten. Die öffentlichen Vorträge tragen die Titel: „#ustoo: Zur moralischen Schädigung von Diskriminierung“ (8. Juni) und „Der 48-Stunden-Tag in Akademia: Wie sich die Vereinbarkeit von Sorge- und akademischer Arbeit wirklich herstellen lässt“ (6. Juli). Außerdem bietet sie zwei Seminare an.
Mit der Einrichtung einer Gender-Gastprofessur als fakultätsübergreifende „Wanderprofessur“ setzt die Universität Bielefeld gemeinsam mit den Fakultäten seit 2011 ein Zeichen für die Stärkung von genderspezifischen Inhalten in Forschung und Lehre.

Prof'in Dr. Sabine Oertelt-Prigione, Bild der Person
Prof’in Dr. Sabine Oertelt-Prigione, Foto: Universität Bielefeld


Professorin Dr. Sabine Oertelt-Prigione
(44) leitet die neue Expert*innengruppe “Gender und Covid-19” der EU-Kommission. Die EU-Kommission hat die zwölfköpfige Gruppe im Februar eingerichtet. Sie verfolgt das Ziel, Informationen über geschlechtsspezifische Auswirkungen der Pandemie auf Forschung und Innovation zusammenzuführen. Sie wird sich sowohl mit inhaltlichen Anliegen befassen, beispielsweise wie klinische Studien unter Berücksichtigung genderspezifischer Aspekte künftig ausgestaltet sein sollten, als auch die Rahmenbedingungen im universitären Kontext und unter Einbeziehung von Gleichstellungsaspekten beleuchten. Das Hauptziel der Gruppe wird die Erstellung eines Berichts mit politischen Ratschlägen sein, die im Forschungsrahmenprogramm „Horizon Europe“ berücksichtigt werden sollten. „Horizont Europa“ ist das wichtigste Förderprogramm der EU für Forschung und Innovation. Es erleichtert die Zusammenarbeit und stärkt die Wirkung von Forschung und Innovation auf die Entwicklung, Unterstützung und Umsetzung der EU-Politik bei gleichzeitiger Bewältigung glo-baler Herausforderungen. Sie unterstützt die Schaffung und bessere Verbreitung exzellenter Kenntnisse und Technologien. Sabine Oertelt-Prigione ist seit 2021 Professorin für Geschlechtersensible Medizin an der neuen Medizinischen Fakultät OWL.

Prof. Dr. Helmut Satz, Bild der Person
Prof. Dr. Dr. hc. Helmut Satz, Foto Universität Bielefeld

Die Polnische Akademie der Künste und Wissenschaften in Krakau hat den Bielefelder Physiker Professor Dr. Dr. hc. Helmut Satz (83) als ausländisches Mitglied ernannt. Die Ernennungsurkunde wurde ihm im Januar vom Botschafter der Republik Polen übergeben. Satz ist seit 1971 Professor für Theoretische Physik an der Universität Bielefeld und seit 2001 emeritiert. Neben seiner Tätigkeit in Bielefeld war er mehrere Jahre am Brookhaven National Laboratory in New York, am Europäischen Kernforschungszentrum CERN in Genf sowie an der Technischen Universität Lissabon tätig. Satz war in Bielefeld maßgeblich am Aufbau der hiesigen Elementarteilchenphysik beteiligt und hat dabei von Anfang an enge Kontakte zu Kolleg*innen in Polen entwickelt, insbesondere mit den Universitäten in Krakau und in Breslau, was zu einer engen Zusammenarbeit zwischen den dortigen Theoretiker*innen und der Bielefelder Gruppe geführt hat – Kontakte, die zu vielen gemeinsamen Forschungsarbeiten geführt haben und die auch heute weiter bestehen. In Würdigung dieser Zusammenarbeit wurde Satz 2014 der Ehrendoktor der Universität Breslau verliehen.