Kleiner Richtkranz für großen Neubau

17.12.2021
von: Universität Bielefeld

Bielefeld. Der Bau- und Liegenschaftsbetrieb des Landes Nordrhein-Westfalen (BLB NRW) stellte gemeinsam mit der Universität Bielefeld am Freitag einen symbolischen Richtkranz am ersten Bauabschnitt des Universitätshauptgebäudes auf. Ein Richtfest für den fertigen Rohbau wird aufgrund der Pandemie verschoben.

Erst Mitte letzten Jahres wurde die ehemalige Mensa am Universitätshauptgebäude (UHG) abgerissen. Anschließend wurden Bohrpfähle gesetzt und im vergangenen November die Baustellenkräne aufgestellt. Heute, rund ein Jahr später, sind die Betonarbeiten abgeschlossen und der Rohbau für den ersten Bauabschnitt fertiggestellt. „Normalerweise ist so ein wichtiger Meilenstein ein Anlass für ein zünftiges Richtfest, um insbesondere den Leuten vom Bau für ihren Einsatz und ihre Arbeit zu danken, aber auch um die erfolgreiche Zusammenarbeit mit der Universität und die tolle Leistung des Projektteams zu würdigen“, sagt Wolfgang Feldmann, der technische Leiter der Bielefelder BLB NRW-Niederlassung. „Leider lässt das die aktuelle Corona-Situation nicht zu.“ Stattdessen trafen sich die Beteiligten des BLB NRW und der Universität Bielefeld am Freitag in besonders kleiner Runde zu einer Begehung des Rohbaus. Nicht fehlen durfte dabei ein kleiner, symbolischer Richtkranz.

Der Rohbau des Unineubaus ist fertig v.l.): Rektor Prof. Dr.-Ing. Gerhard Sagerer, BLB NRW-Geschäftsführerin Gabriele Willems und BLB NRW-Niederlassungsleiter Wolfgang Feldmann (im Hintergrund). Bild mit kleinem Richtkranz
Der Rohbau des Neubaus im ersten Bauabschnitt ist fertig (v.l.): Rektor Prof. Dr.-Ing. Gerhard Sagerer, BLB NRW-Geschäftsführerin Gabriele Willems und BLB NRW-Niederlassungsleiter Wolfgang Feldmann (im Hintergrund). Foto: Universität Bielefeld/M.-D. Müller

Erster Bauabschnitt als Blaupause für die restliche Sanierung des UHG

„Die Sanierung des Universitätshauptgebäudes ist eines der größten Projekte des BLB NRW und der erste Bauabschnitt stellt die Blaupause für die weiteren fünf Bauabschnitte dar. Wir sind stolz, solch einen wichtigen Schritt bei diesem Mammutprojekt vollendet zu haben und heute den Rohbau mit einem Richtkranz schmücken zu können“, erklärte BLB NRW-Geschäftsführerin Gabriele Willems bei der Begehung des Neubaus. Auch die Universität freute sich über den reibungslosen Verlauf und sichtbaren Fortschritt auf dem Baufeld. „Dieser Rohbau steht für Aufbruch. Nach der langen Planungsphase haben wir nun ein wichtiges Etappenziel erreicht, und das Entrée der Universität bekommt sein ersehntes attraktives Gesicht“, sagte Dr. Stephan Becker, Kanzler der Universität Bielefeld. Der Neubau dockt nahtlos an das Bestandsgebäude an und wird zukünftig überwiegend Büros und Seminarräume beherbergen. Prof. Dr.-Ing. Gerhard Sagerer, Rektor der Universität, ergänzte: „Wir freuen uns auf den Neubau und den sanierten ersten Bauabschnitt. Beschäftigte und Studierende bekommen die moderne Infrastruktur, die sie für Studium, Forschung und Lehre benötigen. Auch wenn dies erst der Anfang der Sanierung des Hauptgebäudes ist und noch eine lange Zeit vor uns liegt, in der in und an der Universität gebaut wird: Dieser Meilenstein zeigt, dass wir auf einem guten Weg sind.“

Das Baugerüst wird bereits entfernt: Uni-Kanzler Dr. Stephan Becker und BLB NRW-Niederlassungsleiter Wolfgang Feldmann freuen sich über die neue Fassade am Universitätshauptgebäude.
Das Baugerüst wird bereits entfernt: Uni-Kanzler Dr. Stephan Becker und BLB NRW-Niederlassungsleiter Wolfgang Feldmann freuen sich über die neue Fassade am Universitätshauptgebäude. Foto: BLB NRW/C. Pilz

Moderne und energieeffiziente Fassade montiert

Neben dem Neubau, der auf einem ehemaligen Parkplatz entstanden ist, umfasst der erste Sanierungsabschnitt am UHG mit insgesamt 75.300 Quadratmetern Bruttogeschossfläche auch das rund 50 Jahre alte Bestandsgebäude: In den Gebäudeteilen A, B, K, R, S und J sind große Baufortschritte erkennbar. Nachdem das Bestandsgebäude vollständig entkernt und die alte

Fassade demontiert wurde, präsentiert sich der erste Bauabschnitt entlang der Morgenbreede bereits im neuen Glanz. „Der Universität und dem BLB NRW war es wichtig, das bekannte Erscheinungsbild des UHG nicht völlig neu zu erfinden, sondern die architektonische Gestaltung und Farbwahl des ursprünglichen UHG in eine moderne und besonders energieeffiziente Fassade zu übersetzen. Dies ist den Planern sehr gut gelungen.“ erläutert Wolfgang Feldmann. „Auch wenn es die bewusst behutsame Veränderung des Äußeren der sanierten Gebäudeteile im ersten Bauabschnitt nur erahnen lässt: Der Mehrwert der Dämmung und der modernen Fenster für die Energieeffizienz und zukünftige Aufenthaltsqualität ist enorm“, freut sich Kanzler Becker. Überwiegend saniert der BLB NRW in diesem Bereich Flächen, die als Seminar- oder Büroräume genutzt werden Zu den bis zu elf oberirdischen und drei unterirdischen Geschossen des UHG gehören neben den Verkehrsflächen auch Bereiche für Lager, Archiv, Technik und Sanitär. Verantwortlich für die baulichen Maßnahmen ist die Ed. Züblin AG, ein weltweit agierendes Bauunternehmen mit mehr als 13.000 Beschäftigten. Der BLB NRW beauftragte das Unternehmen mit der Bauausführung des ersten Bauabschnitts. Der BLB NRW selbst ist Bauherr bei der Modernisierung des Hauptgebäudes an der Universität Bielefeld.

Über den BLB NRW

Der BLB NRW ist Eigentümer und Vermieter fast aller Immobilien des Landes Nordrhein-Westfalen. Mit rund 4.100 Gebäuden, einer Mietfläche von etwa 10,4 Millionen Quadratmetern und jährlichen Mieterlösen von rund 1,4 Milliarden Euro verwaltet der BLB NRW eines der größten Immobilienportfolios Europas. Seine Dienstleistung umfasst unter anderem die Bereiche Entwicklung und Planung, Bau und Modernisierung sowie Bewirtschaftung und Verkauf von technisch und architektonisch hoch komplexen Immobilien. Der BLB NRW beschäftigt mehr als 2.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in sieben Niederlassungen. Mehr Informationen unter www.blb.nrw.de

Der Neubau dockt nahtlos an das Bestandsgebäude an und wird zukünftig überwiegend Büros und Seminarräume beherbergen.
Der Neubau dockt nahtlos an das Bestandsgebäude an und wird zukünftig überwiegend Büros und Seminarräume beherbergen. Foto: Universität Bielefeld/M.-D. Müller