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Personalnachrichten aus der Universität


  • Professor Dr.-Ing. Ulrich Rückert wurde in Nordrhein-Westfälische Akademie der Wissenschaften und der Künste aufgenommen
  • Die Physiker Maik Gärner und Nicolas S. Beermann sowie die Chemikerin Maike Bittmann sind zur Nobelpreisträgertagung in Lindau eingeladen

Prof. Dr.-Ing Ulrich Rückert ist in die Akademie der Wissenschaften und er Künste Nordrhein-Westfalen aufgenommen worden.

Professor Dr.-Ing. Ulrich Rückert (68), Leiter der Arbeitsgruppe Kognitronik & Sensorik der Technischen Fakultät der Universität und Prorektor für Digitalisierung und Dateninfrastruktur ist in die Nordrhein-Westfälische Akademie der Wissenschaften und der Künste aufgenommen worden. Der Ingenieurwissenschaftler forscht zu mikroelektronischen Systemen. Er beschäftigt sich unter anderem mit dem Einsatz von Künstlicher Intelligenz bei der Arbeit mit Robotern. So arbeitet Rückert als Teilprojektleiter im Rahmen des Projektes „Digitaler Bahnhof Minden“, in dem hilfsbereite Roboter Reisende unterstützen sollen, sei es mit Informationen, Wegbegleitung oder dem Tragen der Koffer. Weitere Beispiele für Rückerts Forschungsengagement sind das Spitzencluster it’s OWL, das Spitzencluster KogniHome und das NRW-Forschungskolleg zur Gestaltung flexibler Arbeitswelten, zur digitalen Gesellschaft und zum Einsatz von kognitiven technischen Systemen.
Ulrich Rückert hat an der Universität Dortmund Informatik und Physik studiert und in Elektrotechnik promoviert. 1993 wechselte er zunächst als Professor für Mikroelektronik an die Technische Universität Hamburg-Harburg. 1995 folgte der Ruf an die Universität Paderborn als Professor für System- und Schaltungstechnik. Von 2001 bis 2014 war Ulrich Rückert Adjunct Professor an der Fakultät für Informationstechnologie der Queensland University of Technology in Australien. 2008  wurde er mit dem Innovationspreis des Landes Nordrhein-Westfalen ausgezeichnet. Er ist seit 2009 Professor der Universität Bielefeld.

Seit 75 Jahren ermöglichen die Lindauer Nobelpreisträgertagungen den wissenschaftlichen und persönlichen Austausch über Generationen, Disziplinen und Kulturen hinweg und etwa 75 Nobelpreisträger*innen werden zum Jubiläum am Bodensee erwartet. Sie treffen mit 600 Nachwuchswissenschaftler*innen zusammen, um über die Zukunft der Wissenschaft zu diskutieren – von künstlicher Intelligenz über globale Gesundheit bis hin zur wissenschaftlichen Integrität. Unter ihnen auch drei junge Bielefelder Forschende, die in einem strengen mehrstufigen Verfahren ausgewählt wurden: die Physiker Maik Gärner und Nicolas S. Beermann sowie die Chemikerin Maike Bittmann haben vom 28. Juni bis zum 3. Juli die Gelegenheit zu spannenden Begegnungen und Diskussionen in einem interdisziplinären Programm mit Fragen wie: Woher kommt das Leben? Was bedeutet es, zu verstehen? Gibt es eine globale Gesundheit? Wofür könnte ein Quantencomputer verwendet werden? Wie kann Bildung Vertrauen in die Wissenschaft schaffen? Ist Kommerzialisierung gut für die Wissenschaft?

Die Chemikerin Maike Bittmann und die Physiker Maik Gärner und Nicolas S. Beermann (v.l.)  vor der Univerität (Morgenbreede) Lindau teil.
Die Chemikerin Maike Bittmann und die Physiker Maik Gärner und Nicolas S. Beermann (v.l.) nehmen an der Nobelpreisträgertagung 2026 in Lindau teil.


Nicolas S. Beermann (27) hat seinen Bachelor und Master in Physik an der Universität Bielefeld beendet. Zurzeit promoviert er in der Arbeitsgruppe Terahertz Physik bei Professor Dr. Dmitry Turchinovich. In seiner Forschung untersucht er mit ultrakurzen Laserpulsen neuartige spintronische Materialien, die künftig besonders schnelle Informations- und Kommunikationstechnologien ermöglichen könnten. Von der Lindauer Nobelpreisträgertagung erhofft sich der junge Physiker inspirierende Gespräche mit Nobelpreisträger*innen und Nachwuchswissenschaftler*innen aus unterschiedlichen Fachrichtungen. Besonders interessiert ihn der fachübergreifende Austausch darüber, wie aus wissenschaftlicher Neugier langfristige Beiträge für Wissenschaft, Technologie und Gesellschaft entstehen.
Maike Bittmann (29) hat ihren Bachelor und Master in Chemie an der Universität Bielefeld abgeschlossen. Momentan promoviert sie in der Arbeitsgruppe „Industrielle Organische Chemie und Biotechnologie“ bei Professor Dr. Harald Gröger. Im Rahmen ihrer Doktorarbeit hat sie sich mit der Entwicklung und Optimierung von chemo-enzymatischen Prozessen für die nachhaltigere Synthese von verschiedenen Feinchemikalien beschäftigt. Nach dem Abschluss ihrer Promotion im Juni möchte sie in der Forschung bleiben und als Postdoc einen Forschungsaufenthalt in Osaka antreten. Von der Lindauer Nobelpreisträgertagung erhofft sie sich einen spannenden Austausch mit den anwesenden Nobelpreisträger*innen und jungen Wissenschaftler*innen sowie inspirierende Einblicke in die anderen vertretenen Disziplinen.
Maik Gärner (27) hat seinen Bachelor in Physik und seinen Master in Nanowissenschaften an der Universität Bielefeld absolviert. Aktuell promoviert er in der Arbeitsgruppe „Dünne Schichten und Nanostrukturen“ bei Senior Professor Dr. Günter Reiss. Dort forscht er an neuartigen, magnetischen Materialien für die elektrische Datenspeicherung und Sensorik. Der Physikdoktorand, der beim Bielefelder Vorentscheid für den FameLab-Wettbewerb siegreich war, freut sich auf die einzigartige Möglichkeit zum interdisziplinären Austausch mit Nobelpreisträger*innen und jungen Forschenden aus aller Welt. Da er auch nach Abschluss seiner Promotion in der Wissenschaft bleiben möchte, interessiert ihn neben dem fachlichen Diskurs besonders der dort stattfindende Austausch über systemische Herausforderungen des Wissenschaftsbetriebs – etwa zu Forschungsförderungen, wissenschaftlicher Publikationskultur und akademischen Karrierewegen.



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