- Ruchika Rajput, Phd und Dr. Aoibhinn Gallagher forschen als Alexander von Humboldt-Stipendiatinnen an der Universität Bielefeld
- Gründungsdekan der Fakultät für Rechtswissenschaft Professor Dr. Dres. h.c. Jochen Abraham Frowein gestorben
Ruchika Rajput, PhD (34), ist als Alexander von Humboldt Postdoc-Stipendiatin an der Universität Bielefeld und forscht für zwei Jahre in der Arbeitsgruppe von Professor Dr. Bernd Weisshaar (Genetik & Genomik der Pflanzen) auf dem Gebiet der pflanzlichen Molekularbiologie und des Sekundärstoffwechsels. Mit dem Humboldt‐Forschungsstipendium als Teil der Initiative „1000-Köpfe-plus“ des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt fördert die Stiftung überdurchschnittlich qualifizierte Wissenschaftler*innen aus der ganzen Welt bei ihren Forschungsvorhaben in Deutschland.
Die Wissenschaftlerin aus Indien forscht zur Aufklärung der molekularen Mechanismen, die dem Abbau von Anthocyanen (violette Farbstoffe) während der Fruchtreife in Chilischoten (Capsicum annuum) zugrunde liegen. Damit soll ein bisheriger „blinder Fleck“ in der Forschung zu diesen gesundheitsfördernden Antioxidantien beseitigt werden.
Ruchika Rajput hat Biotechnologie an der Guru Nanak Dev Universität und der Shri Mata Vaishno Devi Universität (beide Indien) studiert und am National Institute of Plant Genome Research in New Delhi promoviert. Es folgte ein zweijähriger Forschungsaufenthalt am Oak Ridge National Laboratory (USA).

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Dr. Aoibhinn Gallagher (28) ist für zwei Jahre als Forschungsstipendiatin der Alexander von Humboldt-Stiftung an der Universität Bielefeld tätig. Die Wissenschaftlerin aus Irland forscht als Postdoktorandin im Bereich der Kosmologie in der Arbeitsgruppe von Professorin Dr. Cora Uhlemann, die Henriette-Herz Scoutin für die Humboldt-Stiftung ist. Ihre Forschung konzentriert sich auf wellenartige Dunkle-Materie-Modelle und deren Anwendung in der Modellierung der großräumigen Struktur des Universums. Ein Hauptziel ihres Forschungsprojekts besteht darin, die großräumige Struktur des Universums zu früheren Zeiten mithilfe des Welle-Teilchen Dualismus zu rekonstruieren. Neue Methoden der Rekonstruktion sind essenziell, um aus den riesigen Galaxienkatalogen, die durch Großteleskope wie dem Euclid Weltraumteleskop und dem Rubin Observatorium aufgenommen werden, effizient Information über die Geschichte unseres Universums zu destillieren.
Aoibhinn Gallagher hat an der Maynooth University in Irland unter der Betreuung von Professor Peter Coles 2025 im Fach Kosmologie promoviert.

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Der Gründungsdekan der Fakultät für Rechtswissenschaft, Professor Dr. Dres. h.c. Jochen Abraham Frowein, ist am 8. Februar im Alter von 91 Jahren gestorben. Der Experte auf dem Gebiet des Völkerrechts gehört zu den Gründervätern der Fakultät für Rechtswissenschaft und hat sie in der Aufbauphase von 1969 bis 1981 als Dekan mitgeprägt. Anlässlich des 30-jährigen Jubiläums der Fakultät 1999 zeichnete sie ihn mit der Ehrendoktorwürde aus.
Von der Universität Bielefeld wechselte Frowein als Direktor an das Max-Planck-Institut für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht. Er war Mitglied der Europäischen Kommission für Menschenrechte und deren Vizepräsident von 1981 bis 1993. Zudem war er von 1977 bis 1980 Vizepräsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und Vizepräsident der Max-Planck-Gesellschaft von 1999 bis 2002. Von 1972 bis 2004 war Frowein Mitglied im völkerrechtswissenschaftlichen Beirat des Auswärtigen Amtes und seit 1996 Mitglied des Institut de droit international (Belgien). Mehr Infomationen im ausführlichen Nachruf auf der Fakultätsseite.

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