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Diskussion, Public Science, Ringvorlesung

Bollwerk oder Einfallstor? Zivilgesellschaft im politischen Feld rechtspopulistischer Bewegungen

27.11.2023
18:15 - 19:45
Hörsaal 4

Zivilgesellschaft und bürgerschaftliches Engagement werden in der Regel mit wertegebundener Haltung und dem Einsatz für Demokratie in Verbindung gebracht. Die empirische Wirklichkeit zeichnet mit einer „dunklen Seite“ der Zivilgesellschaft ein ambivalenteres Bild. Rechte Akteure haben nicht nur etablierte zivilgesellschaftliche Organisationen im Blick, bei denen historische Gelegenheitsstrukturen, feldspezifische Konflikte oder die politische Einbindung als „Einfallstore“ zahlreiche Anknüpfungspunkte für rechte Narrative und Interventionen bieten. Sie rufen darüber hinaus auch selbst (Konkurrenz-)Organisationen ins Leben.Auf Basis einer breiten (qualitativen und quantitativen) empirischen Forschung in acht zivilgesellschaftlichen Subsystemen (Arbeitswelt, Naturschutz, Wohlfahrt, Religion, Kultur, Sport, Feuerwehr, Schützenwesen) zeigt der Vortrag zentrale Gemeinsamkeiten und Unterschiede in den Herausforderungen durch rechte Akteure sowie im Umgang mit diesen auf. Insbesondere geht es darum, die Voraussetzungen für eine resiliente Zivilgesellschaft als „Bollwerk“ gegen rechts herauszuarbeiten.

Alles auf einen Blick: