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Forschungsaustausch zu Mikroplastik


Text: Universität Bielefeld

Das Transferprojekt InCamS@BI der Universität und Hochschule Bielefeld (HSBI) sucht nach Lösungen, wie Kunststoffe nachhaltiger werden können. Auch Mikroplastik ist dabei ein Thema. Nun hat sich das Projekt mit dem Start-up MicroBubbles aus Bad Lippspringe ausgetauscht. Die Firma entwickelt ein Verfahren, das Mikroplastik mit feinen Luftblasen aus Regenwasser und Flüssen herauslöst.

Bis Mai soll MicroBubbles mit seinem Verfahren die Marktreife erreichen. Das Verfahren setzt Milliarden winziger Blasen in Regenwasserbehandlungsanlagen frei. Die Blasen steigen in dichter, wolkenartiger Formation auf und nehmen dabei Mikroplastikpartikel mit an die Wasseroberfläche. Dort werden die Verunreinigungen per Skimmer abgeschöpft und anschließend im Labor analysiert.

MicroBubbles und InCamS@BI arbeiten an praxisnahen Lösungen gegen Mikroplastik in Gewässern, verfolgen dabei aber unterschiedliche Ansätze.

Im fachlichen Austausch bei MicroBubbles waren Tim Robertino Baumann von der Universität Bielefeld und Professorin Dr. Nina Altensell von der HSBI dabei. Baumann, Technologiescout im Projekt InCamS@BI, entwickelt seit über drei Jahren ein Filtersystem für Waschmaschinen, das von dem Fisch Riesenmanta inspiriert ist. Es fängt Mikroplastikpartikel aus synthetischer Kleidung ab, bevor sie ins Abwasser gelangen. MicroBubbles hingegen setzt auf physikalische Trennung: Das Verfahren nutzt keine Chemie, sondern trennt Mikroplastik allein durch die Auftriebskraft der Blasen vom Wasser. „Könnte man das Abwasser von Waschmaschinen filtern, wäre das ein großer Stellhebel für die Verringerung des Mikroplastiks in unseren Gewässern“, sagt Baumann.

Mehr zum Projekt InCamS@BI und MicroBubbles gibt es in einer aktuellen Pressemitteilung der HSBI.