NRWTalente – Region OWL: 50 Schüler*innen aufgenommen


Autor*in: Universität Bielefeld

Bestmögliche Bildungschancen unabhängig von den sozialen und ökonomischen Verhältnissen – das ist das Ziel des Schülerstipendienprogramms „NRWTalente – Region OWL“. Mit einer Feier in der Gütersloher Stadthalle sind am Samstag, 19. November, erstmalig 50 Schüler*innen aus Ostwestfalen-Lippe in das Programm aufgenommen worden. Leistungsorientierte und –motivierte sowie sozial engagierte Jugendliche ab der 8. Jahrgangsstufe aller Schulformen werden dabei unterstützt, ihre Potenziale zu entdecken, bestmöglich zu entfalten und ihren eigenen schulischen und beruflichen Weg zu gestalten.  

Zu Gast war die Regierungspräsidentin im Regierungsbezirk Detmold, Anna Katharina Bölling, in Vertretung für die nordrheinwestfälische Schul- und Bildungsministerin Dorothee Feller. „Die heimischen Stipendiatinnen und Stipendiaten legen heute den Grundstein im NRWTalente-Programm. Schon mit ihrer erfolgreichen Bewerbung haben sie gezeigt, dass sie ihre Träume verwirklichen und dafür konsequent ihren Weg gehen. Das verdient unseren Respekt und Applaus“, sagte Bölling. Die Regierungspräsidentin dankte allen Unterstützer*innen der Jugendlichen. Es brauche Menschen, die die Träume der Schüler*innen ernstnehmen, die für sie da sind, um ihnen zuzuhören und ihre Fragen zu beantworten. Bölling: „Bildung trägt entscheidend dazu bei, junge Menschen zu befähigen, die Zukunft mitzugestalten – ihre eigene und die der ganzen Gesellschaft.“

Wollen bestmögliche Bildungschancen bieten: Prof. Dr. Gerhard Sagerer (Universität Bielefeld), Prof. Dr. Birgitt Riegraf (Universität Paderborn), Prof. Dr. Ingeborg Schramm-Wölk (Fachhochschule Bielefeld), Anna Katharina Bölling (Bezirksregierung Detmold) sowie die Programmmanagerinnen Luana Heidenreich und Jennifer Gläßler.
Wollen bestmögliche Bildungschancen bieten: Prof. Dr. Gerhard Sagerer (Universität Bielefeld), Prof’in Dr. Birgitt Riegraf (Universität Paderborn), Prof’in Dr. Ingeborg Schramm-Wölk (Fachhochschule Bielefeld), Anna Katharina Bölling (Bezirksregierung Detmold) sowie die Programmmanagerinnen Luana Heidenreich und Jennifer Gläßler. Foto: Michael Bartylla

Vier Jahre lang fördert das Landesministerium für Schule und Bildung das in diesem Jahr an der Universität Paderborn gestartete Stipendienprogramm, das in Kooperation mit der Universität Bielefeld, der Fachhochschule Bielefeld (FH Bielefeld) und der Technischen Hochschule OWL (TH OWL) umgesetzt wird.

Umfassendes Bildungsprogramm

Durch das Stipendium erhalten die Schüler*innen individuelle Beratung zur Förderung ihrer Potenziale und Zukunftspläne, Sachleistungen zur Unterstützung von Lernerfolgen sowie ein umfassendes Bildungsprogramm zur Erweiterung ihrer Kompetenzen. Wie wertvoll diese Nachwuchsförderung ist, machte Professrin Dr. Birgitt Riegraf, Präsidentin der Universität Paderborn, deutlich: „Ich freue mich sehr, dass die Universitäten und Hochschulen in der Region mit dem neuen Stipendienprogramm viele Schülerinnen und Schüler auf ihrem Bildungsweg unterstützen können. Indem wir Jugendliche, vorwiegend aus Nichtakademikerfamilien, individuell fördern und sie bei dem Übergang in ein Studium oder eine Berufsausbildung begleiten können, kommen wir dem Ziel näher, Bildungserfolg und soziale Herkunft zu entkoppeln.“

Dem schloss sich auch die Präsidentin der FH Bielefeld und Vorsitzende von Campus OWL, ProfessorinDr. Ingeborg Schramm-Wölk, an: „Die gleichberechtigte Teilhabe an Bildungschancen ist allen Hochschulen im Verbund Campus OWL ein besonderes Anliegen. Wir freuen uns, engagierte Schülerinnen und Schüler auf ihrem Bildungsweg zu unterstützen. In enger Zusammenarbeit und Kooperation mit Akteur*innen aus der Berufspraxis möchten wir die Stipendiat*innen auf ihrem Weg in ein klassisches Hochschulstudium, ein duales Studium oder eine Berufsausbildung begleiten.“

„Sicherheit und eine Menge Motivation“

Einblicke in das Stipendienprogramm erhielten die Anwesenden bei einer Gesprächsrunde mit Programmmanager*innen, Stipendiat*innen und einem Schulvertreter, durch die Moderatorin Julia Ures führte. Mit der offiziellen Aufnahme starten die Stipendiat*innen mithilfe der persönlichen Beratung und Begleitung, Sachleistungen wie ÖPNV-Tickets, Laptops, Bücher und Sprachkursen und eines vielfältigen Bildungsprogramms mit Einblicken in Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Kultur in ihre Zukunftsplanung.

): In der Gesprächsrunde mit Moderatorin Julia Ures (rechts) gaben einige Stipendiat*innen Einblicke in das Stipendienprogramm.
In der Gesprächsrunde mit Moderatorin Julia Ures (rechts) gaben einige Stipendiat*innen Einblicke in das Stipendienprogramm. Foto: Michael Bartylla