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KI-Forschende aus ganz NRW in Bielefeld


Autor*in: Universität Bielefeld


Rund 75 Expert*innen für Künstliche Intelligenz und Maschinelles Lernen kommen heute (12.10.2022) an der Universität Bielefeld zusammen. Auf der Netzwerkveranstaltung tauschen sich junge und namhafte Wissenschaftler*innen aus. Zu ihnen gehören insbesondere Forschende, die in dem standortübergreifenden Graduiertenkolleg „DataNinja“ tätig sind oder die über das Format „KI-Starter“ gefördert werden. Die Tagung im CITEC-Gebäude wird vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft (MKW) des Landes Nordrhein-Westfalen verantwortet und vom Projektträger Jülich organisiert.

Bei DataNinja und KI-Starter handelt es sich um Maßnahmen in der Förderlinie „Künstliche Intelligenz/Maschinelles Lernen“ (KI/ML) des Wissenschaftsministeriums. Staatssekretärin Gonca Türkeli-Dehnert vom MKW eröffnet die bis heute Abend laufende Netzwerkveranstaltung. Sie sagt: „Nordrhein-Westfalen soll bei der Erforschung und Entwicklung von Künstlicher Intelligenz und Maschinellem Lernen eine führende Rolle einnehmen. Dafür setzt sich die Landesregierung ein. Um dieses Ziel zu erreichen, wollen wir Spezialistinnen und Spezialisten für KI optimal qualifizieren und standortübergreifend vernetzen. DataNinja und KI-Starter sind hierfür wichtige Maßnahmen. Die Universität Bielefeld als Koordinatorin von DataNinja ist eine starke Partnerin beim Ausbau junger KI-Kompetenz.“

Im Gespräch über die erfolgreiche Förderung junger KI-Wissenschaftler*innen (v.li.): Prorektor Prof. Dr. Reinhold Decker, Staatssekretärin Gonca Türkeli-Dehnert und Informatikerin Prof’in Dr. Barbara Hammer mit Laufroboter Cowalski, mit dem am Graduiertenkolleg DataNinja geforscht wird.
Im Gespräch über die erfolgreiche Förderung junger KI-Wissenschaftler*innen (v.li.): Prorektor Prof. Dr. Reinhold Decker, Staatssekretärin Gonca Türkeli-Dehnert und Informatikerin Prof’in Dr. Barbara Hammer mit Laufroboter Cowalski, mit dem am Graduiertenkolleg DataNinja geforscht wird. Foto: Universität Bielefeld

Universität engagiert sich für umfangreiche Vernetzung zu KI-Forschung

Gemeinsam mit Staatssekretärin Gonca Türkeli-Dehnert begrüßt Professor Dr. Reinhold Decker, Prorektor für Informationsinfrastruktur und Wirtschaft der Universität Bielefeld, die Teilnehmenden der Veranstaltung. „Unsere Universität setzt in der KI-Forschung auf intensive Kooperationen, verknüpft mit der Förderung von Forschenden in frühen Phasen ihrer Karriere. Das zeigt sich an DataNinja – in dem Kolleg arbeiten neun Universitäten und Hochschulen für Angewandte Wissenschaften aus NRW zusammen. Auch das neue von unserer Universität koordinierte Forschungsnetzwerk SAIL ist ein Beispiel für vielversprechende Zusammenarbeit in der KI-Forschung“, sagt Rektor Prof. Dr.-Ing. Gerhard Sagerer. Der SAIL-Verbund wird ebenfalls vom Land Nordrhein-Westfalen gefördert. In dem Netzwerk arbeiten Wissenschaftler*innen von vier Hochschulen daran, Grundlagen für eine nachhaltige Gestaltung von KI-Komponenten zu entwickeln. Mit der Universität Paderborn betreibt die Universität Bielefeld zudem einen Transregio-Sonderforschungsbereich (SFB/TRR 318), der beitragen soll, die Nutzung von KI-Systemen zu vereinfachen: Die beteiligten Forschenden arbeiten an Wegen, Nutzer*innen in den Erklärprozess mit KI einzubinden.

Nachwuchsforschende profitieren von standortübergreifender Zusammenarbeit

Professorin Dr. Barbara Hammer von der Technischen Fakultät der Universität Bielefeld gibt in der Netzwerkveranstaltung einen Überblick zum Graduiertenkolleg DataNinja und zu KI-Aktivitäten in Nordrhein-Westfalen. Barbara Hammer koordiniert und leitet DataNinja seit dem Start des Kollegs Mitte 2021. „DataNinja bringt die Expertise von zwölf starken und international renommierten KI-Forschungsgruppen zusammen“, berichtet die Informatikerin. „Von Beginn an hat sich gezeigt, dass die standortübergreifende Zusammenarbeit einen riesigen Mehrwert in der Qualifizierung der Doktorand*innen bietet. Die Kombination der unterschiedlichen Kompetenzen führt zu innovativen Ansätzen, die nur durch die Vernetzung möglich sind.“

Den Keynote-Vortrag der Netzwerkveranstaltung hält Professor Dr. Thomas Martinetz. Er ist Direktor des Instituts für Neuro- und Bioinformatik an der Universität zu Lübeck sowie Sprecher des Zentrums für Künstliche Intelligenz Lübeck. In Kurzbeiträgen stellen Promovierende aus dem DataNinja-Kolleg heute ihre Dissertationsprojekte vor. Anschließend folgen Kurzbeiträge von Postdoktorand*innen, deren Forschungsprojekte über die Maßnahme KI-Starter gefördert werden.

Zwei Formate zur Förderung junger KI-Wissenschaftler*in

Das Graduiertenkolleg DataNinja erforscht, wie sich KI-Technologien vertrauenswürdiger machen lassen. Das Ziel ist es, dass Nutzer*innen künstliche Intelligenz einfacher verwenden können und unter Kontrolle behalten. Das Kolleg wird von der Universität Bielefeld koordiniert. Jeweils zwei erfahrene Forschende von Hochschulen aus Nordrhein-Westfalen konnten sich als Tandem mit einem geeigneten Promotionsthema um eine Beteiligung bewerben. Ausgewählt wurden sieben Promotionstandems, die nun zum Graduiertenkolleg gehören. In der Universität Bielefeld ist das DataNinja am Forschungsinstitut CoR-Lab angesiedelt.

Das Förderformat KI-Starter wendet sich an junge Wissenschaftler*innen, die nach Abschluss ihrer Promotion ein eigenes Forschungsvorhaben zu Künstlicher Intelligenz und Maschinellem Lernen umsetzen wollen. Sie erhalten so die Möglichkeit, sich für eine weitere akademische Karriere zu qualifizieren. Aktuell werden über KI-Starter drei Postdoktorandinnen und sieben Postdoktoranden gefördert, davon zwei von der Universität Bielefeld.