Humboldt-Professor Yaochu Jin hält Antrittsvorlesung

Wie lässt sich die die menschliche Intelligenz aus einer evolutionären Entwicklungsperspektive verstehen und nachahmen? Damit befasst sich Professor Dr.-Ing. Yaochu Jin in seiner Antrittsvorlesung am Mittwoch, 27. April, ab 16 Uhr im Hörsaal des CITEC-Gebäudes. Jin forscht seit Herbst als Alexander von Humboldt-Professor für Künstliche Intelligenz an der Universität Bielefeld. Der Vortrag wird auch online übertragen.


Der Humboldt-Professor setzt an der Universität Bielefeld seine bisherige Forschung zu Künstlicher Intelligenz fort, die sich an Prinzipien aus der Natur orientiert, und beschäftigt sich mit naturinspirierten und selbstorganisierten KI-Anwendungen. „Mein Ziel ist es, erfolgreiche Mechanismen aus der Natur zu verstehen und sie auf Künstliche Intelligenz und ihre Anwendungen zu übertragen, um typische Probleme zu lösen“, sagt Jin.

Bild der Person: Prof. Dr.-Ing. Yaochu Jin, Technische Fakultät / AG Nature Inspired Computing and Engineering
Humboldt-Professor Dr.-Ing. Yaochu Jin forscht an naturinspirierten intelligenten technischen Systemen, die sich selbst in wechselvollen Umgebungen organisieren.

Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören datengetriebene evolutionäre Optimierung, Mehrzieloptimierung, evolutionäres Lernen, sicheres und datenschutzgerechtes maschinelles Lernen und evolutionäre Entwicklungssysteme. Die Alexander von Humboldt-Stiftung unterstützt Yaochu Jins Forschung mit einem Preisgeld in Höhe von 3,5 Millionen Euro über einen Zeitraum von fünf Jahren.

Yaochu Jin stellt seinen Vortrag unter den Titel “Towards Evolutionary Developmental Artificial Intelligence” (Auf dem Weg zu einer evolutionären, entwicklungsfähigen künstlichen Intelligenz). In seinem Vortrag führt er in biologische Erkenntnisse zur Evolution und Entwicklung des menschlichen Gehirns und des Nervensystems ein. Das Gehirn ist neuroplastisch und vernetzt sich ständig neu, kann sich also anpassen. Jin präsentiert in seinem Vortrag neue Erkenntnisse dazu, wie sich die neuronale Plastizität des Gehirns computergestützt modellieren lässt. Organisiert wird der Vortrag von der Technischen Fakultät der Universität Bielefeld und dem Joint Artificial Intelligence Institute (JAII) der Universitäten Bielefeld und Paderborn.

Die Alexander von Humboldt-Professur wird seit 2008 ausgeschrieben. Sie ist der höchst dotierte Forschungspreis Deutschland – das Preisgeld beträgt fünf Millionen Euro für experimentell arbeitende arbeitende und 3,5 Millionen Euro für theoretisch arbeitende Wissenschaftler*innen. Die Auszeichnung wird von der Alexander von Humboldt-Stiftung vergeben und vom Bundesministerium für Bildung und Forschung finanziert.

Für die Vortrag vor Ort im CITEC-Gebäude ist keine Anmeldung erforderlich. Anmeldungen für die Online-Übertragung via Zoom. Weitere Informationen auf der Website des JAII.