Anschubfonds Medizinische Forschung geht in die zweite Runde

07.09.2021
von: Universität Bielefeld

Der Anschubfonds Medizinische Forschung (AMF) fördert Forschungskooperationen zwischen Wissenschaftler*innen der Universität Bielefeld und Ärzt*innen des Universitätsklinikums Ostwestfalen-Lippe (UK OWL) sowie Praxen in der Region. Derzeit unterstützt der AMF sechs Kooperationsprojekte. Jetzt beginnt die zweite Förderrunde. Anträge können bis zum 2. November eingereicht werden.

Wie in der ersten Runde werden Kooperationen zwischen forschenden Ärzt*innen des UK OWL, ambulant tätigen Ärzt*innen in OWL und Wissenschaftler*innen der Universität Bielefeld zur Vorbereitung von gemeinsamen Drittmittelanträgen gefördert. Außerdem startet die neue Förderlinie 2. Sie wurde für Kooperationsprojekte eingerichtet, die ausschließlich von promovierten Personen in der Qualifizierungsphase getragen werden – zum Beispiel von Postdoktorand*innen, Nachwuchsgruppenleitungen, Assistenz-, Fach-, Oberärzt*innen. Diese Förderung soll die wissenschaftliche Eigenständigkeit und Profilbildung von Ärzt*innen und Wissenschaftler*innen unterstützen.

Zwei Ärztinnen im Gespräch
Der Anschubfonds Medizinische Forschung (AMF) fördert Kooperationen zwischen forschenden Ärzt*innen des Universitätsklinikums OWL, ambulant tätigen Ärzt*innen in OWL und Wissenschaftler*innen der Universität Bielefeld. Foto: Universität Bielefeld

Der Anschubfonds fördert interdisziplinäre sowie transsektorale medizinische und medizinrelevante Forschungsprojekte. Ein zentrales Ziel: Aus den Projekten sollen Anträge für Drittmittelprojekte innerhalb des Forschungsprofils der Medizinischen Fakultät OWL hervorgehen. Das Forschungsprofil trägt den Namen „Medizin für Menschen mit Behinderungen und chronischen Erkrankungen“. Gefördert werden Forschungsideen und -vorhaben zu den zwei Forschungsschwerpunkten „Gehirn – Beeinträchtigung – Teilhabe“ und „Intelligente Systeme – Assistenz-Interprofessionelle Vernetzung“ sowie zu den zwei Perspektivfeldern „Mikrobielle Diversität im Lebensraum Mensch“ und „Data Science für die medizinische Versorgung“. Eine Berücksichtigung der Querschnittsthemen „Medizinethik“, „Ärzt*in-Patient*in-Kommunikation“, „Akzeptanzforschung“ und „Gender- und diversitätssensible Medizin“ wird begrüßt.

Der Anschubfonds Medizinische Forschung wurde für eine befristete Zeit mit zwei Ausschreibungen eingerichtet. Zur ersten Antragsrunde wurde 2020 aufgerufen. Für die jetzige zweite Runde stellen das Rektorat und die Medizinische Fakultät OWL bis zu 1,35 Millionen Euro zur Verfügung. Koordiniert werden die Ausschreibung und die weitere Organisation des Anschubfonds vom Referat für Forschung und Karriereentwicklung (anschubfonds.medizin@uni-bielefeld.de) der Medizinischen Fakultät OWL. Eine interdisziplinär zusammengesetzte Auswahlkommission entscheidet, welche Projekte gefördert werden.