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Vortrag

Tom Friedrich, Berlin / Arnold Bartetzky, Leipzig: KONTEXT – Chancen der bestehenden Stadt

Vortragsreihe am ZiF "Stadt von heute, Stadt der Zukunft"

11.01.2023
18:15 - 20:15
Zentrum für interdisziplinäre Forschung (ZiF)
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Ob man ein Museum besucht, ein Buch liest oder ein Konzert anhört, kann man sich aussuchen. Im öffentlichen Raum muss man sich zumindest zeitweise aufhalten, ob man will oder nicht. Der Architektur, die unsere Städte prägt, können wir uns nicht entziehen. Diese Architektur prägt unser Leben und Arbeiten, Begegnen und Kommunizieren. Sie gibt uns zu verstehen, was sie von uns erwartet und was sie uns ermöglichen will und was nicht. Kurz: Was wir in ihr sein können, dürfen, sollen.

Aber was signalisiert uns die Stadt von heute? Lädt sie ein, sich zu begegnen? Oder lautet ihr Appell vielleicht eher: Zieh dich in die Privatsphäre und ins Privatleben zurück, hier ist kein Platz für dich? Sagt uns die Stadt durch ihre gesichtslose und austauschbare Architektur nicht deutlich: Du bist nicht wichtig?
Die Stadt ist öffentlicher Raum, unsere ‚res publica‘, unsere öffentliche gemeinsame Sache, die uns alle angeht und die im Interesse aller auch geregelt und gestaltet werden muss. Aber was heißt das genauer? In welcher Weise gehört der öffentliche Raum wirklich uns, der Öffentlichkeit? Oder bestimmen nicht das, was sich uns zeigt, diejenigen, die dafür bezahlen? Aber bezahlen wir nicht auch?

Hier geht es um sehr viel mehr als um schöne Gebäude und gepflegte Plätze: Es geht um Fragen der Zugehörigkeit, der Teilhabe, des Da-Sein-Könnens und Bleiben-Wollens. Und es geht auch um die ökologische Herausforderung und den Klimawandel, die Stadtarchitektur, Stadtplanung und Stadtentwicklung zu beschäftigen haben.

In dieser fünfteiligen öffentlichen Vortragsreihe werden renommierte Referent*innen aus Architektur, Stadtplanung und Wissenschaft ihre Analysen der Stadt von heute und ihre Visionen und Pläne für die Stadt der Zukunft vorstellen. Auf einen Hauptvortrag folgt stets ein pointierender Kommentar, der eine (lebhafte) Diskussion eröffnen soll.

Bestandserhaltung und die Umnutzung von Bestand mit seiner grauen Energie stellen die ökologischste Art des Bauens dar, dies ist mittlerweile Konsens, so Tom Friedrich in sienem Vortrag. In der Reichhaltigkeit unserer gewachsenen Städte schlummert zudem die große Chance, Neubau kontextgebunden und zugleich unverwechselbar spezifisch zu formulieren. Der Kontext des Bestehenden dient dabei als Ausgangspunkt eines evolutionären Weiterbauens. Der Kontext dient der Verdichtung der Vielfalt unserer heterogenen Städte: Sie werden reichhaltiger und heterogener statt austauschbarer und uniformer.

Anschließend folgt ein Kommentar von Arnold Bartetzky (Leipzig).

Veranstaltet vom Verein der Freunde und Förderer des ZiF e.V., geleitet von Wolfgang Braungart (Bielefeld) und Andreas Wannenmacher, BDA (Bielefeld).
Mit freundlicher Unterstützung der Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft der Universität Bielefeld und der Sparkasse Bielefeld.

Alles auf einen Blick:

  • Veranstalter: Zentrum für interdisziplinäre Forschung (ZiF)
  • Ort: Zentrum für interdisziplinäre Forschung (ZiF)
  • Raum: ZiF
  • Zeit: 11.01.2023, 18:15 - 20:15
  • Zielgruppe: Absolvent*innen, Bürger*innen, Familien und Kinder, Internationals / Refugees, Lehrende und Forschende, Mitarbeitende in Technik und Verwaltung, Schüler*innen, Studieninteressierte, Studierende, Wiss. Nachwuchs
  • Öffentlichkeit: öffentlich
  • Anmeldung: Link zur Event-Website
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