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Diskussion

Grenzen der Wissenschaftskommunikation im Klimawandel

Öffentliche Podiumsdiskussion am ZiF

11.05.2022
19:00 - 20:30
Zentrum für interdisziplinäre Forschung (ZiF)
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Klimawandel, Vulkanausbrüche, Pandemien: Weltweit arbeiten Forscher*innen daran, bedrohliche Phänomene zu verstehen und Lösungsansätze zu entwickeln. Doch gerade die jüngsten Krisen haben gezeigt, dass es für Wissenschaftler*innen nicht leicht ist, ihre Arbeit einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Insbesondere am Beispiel des Klimawandels und der Corona-Pandemie wurde deutlich: Die Unsicherheit wissenschaftlicher Erkenntnisse ist nicht unbedingt kompatibel mit dem Wunsch von Öffentlichkeiten und Politik, allgemeingültige Ratschläge und „Wahrheiten“ hören zu wollen. Die ungewohnte mediale Aufmerksamkeit nach oder in Extremereignissen ist für viele Forschende eine Herausforderung und einige der kurzen und pointierten Formate der Wissensvermittlung in den Medien bieten oft nicht viel Raum für wissenschaftliches Abwägen und das sorgfältige Erklären von Hintergründen.

Wie können Forschende ihre sich dynamisch weiterentwickelnden Forschungsergebnisse besser kommunizieren? Wie können sie Lai*innen vermitteln, wie die unterschiedlichen wissenschaftlichen Disziplinen zu ihren Erkenntnissen kommen? Was sollte überhaupt kommuniziert werden und was nicht – gibt es ein ‚Zuviel‘ an Transparenz? Und wie viel Zeit können Forschende überhaupt für so aufwändige Kommunikation aufwenden?

Diese und weitere Fragen stehen im Mittelpunkt der Podiumsdiskussion. Sie werden am Beispiel des Klimawandels aus wissenschaftlicher und künstlerischer Perspektive diskutiert. Moderiert wird die Veranstaltung von Ulf Büntgen, Professor für Umweltsystem-Analysen an der Universität Cambridge.

Diskussionsteilnehmer*innen:

  • Jan Esper, Professor für Klimageographie an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz; neben der Rekonstruktion vergangener Umweltbedingungen beschäftigt er sich aktuell kritisch mit der Rolle des Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) (‚Weltklimarat‘)
  • Dominik Fleitmann, Professor für Quartärgeologie an der Universität Basel; er forscht interdisziplinär an der Schnittstelle zwischen Klimavariabilität, Archäologie und Geschichte
  • Anna Guðjónsdóttir, freischaffende Künstlerin, lebt in Hamburg und ist in Island geboren; in ihren Arbeiten setzt sie sich unter anderem mit der Interaktion zwischen Natur und Gesellschaft auseinander
  • Michael Sigl, Professor für Klima- und Umweltphysik an der Universität Bern; er forscht zu Vulkanismus und Eiskernbohrungen

Die Podiumsdiskussion findet im Rahmen der von Ulf Büntgen geleiteten Kooperationsgruppe „Volcanoes, Climate and History“ statt, die sich von 2021 bis 2023 immer wieder am ZiF trifft und in interdisziplinären Workshops den Einfluss großer Vulkanausbrüche auf vergangene, aktuelle und zukünftige Umwelt-Mensch-Beziehungen diskutiert.

Für die Teilnahme ist eine Anmeldung unter zif-group-support@uni-bielefeld.de erforderlich. In den Räumlichkeiten des ZiF muss ein Mund-Nasenschutz getragen werden.

Die Veranstaltung wird auch online übertragen: https://uni-bielefeld.zoom.us/j/65523003131?pwd=Z1N5S01kWmYyUDdCVXV0ZUxmUUVXQT09.

Alles auf einen Blick:

  • Veranstalter: Zentrum für interdisziplinäre Forschung (ZiF)
  • Ort: Zentrum für interdisziplinäre Forschung (ZiF)
  • Raum: Plenarsaal des ZiF
  • Zeit: 11.05.2022, 19:00 - 20:30
  • Zielgruppe: alle
  • Öffentlichkeit: öffentlich
  • Anmeldung: Link zur Event-Website