Diskussion

Bedrohung der Demokratie durch Zensur und Cancel Culture – heiße Luft oder echte Gefahr?

Ein Gespräch mit den Literaturwissenschaftler:innen Nikola Roßbach und Matthias Lorenz im ZiF

Mo 25.10.2021
19:30 – 21:30
ZiF – Zentrum für interdisziplinäre Forschung

Die Diskussion um Zensur und Meinungsmacht ist seit einigen Jahren um einen Begriff reicher: Cancel Culture. Er bezeichnet den Versuch, missliebige Meinungen nicht durch kritischen Diskurs zu hinterfragen sondern durch administrative Maßnahmen oder fragwürdige Praktiken des Protestes zu unterdrücken. Aufgeregte Diskussionen gab und gibt es dazu in Deutschland in den Wissenschaften und in der Kultur. Mit viel medialer Aufmerksamkeit gründete sich hier das „Netzwerk Wissenschaftsfreiheit“, das Kartellbildung und Einseitigkeit in der Scientific Community beklagt. Kabarettist*innen wie Lisa Eckhart und Dieter Nuhr wurden wegen abweichender Meinungen von Veranstaltungen ausgeladen oder verschwanden zeitweilig von der Website der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Bizarr wirkt die Diskussion um die Frage, ob Vertreter*innen anderer Ethnien berechtigt und in der Lage sind, Texte von Autor*innen anderer Hautfarbe zu übersetzen und zu interpretieren – das prominenteste Beispiel ist hier die Diskussion um die Übertragung von Amanda Gormans Gedicht „The Hill We Climb“.

Das Zentrum für Ästhetik widmet sich dem Thema „Zensur“ seit Anfang 2020 und hat zu dieser Veranstaltung im Rahmen des Programms „Eine Uni – ein Buch“ mit Nikola Roßbach (Kassel) und Matthias Lorenz (Hannover) zwei ausgewiesene Expert*innen aus der Literaturwissenschaft eingeladen.

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  • Zentrum für Ästhetik


ZiF – Zentrum für interdisziplinäre Forschung
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alle

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Tags

Zensur