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SUMMARY:Gender Gastprofessur: Vortrag mit Heide Volkening
DESCRIPTION:Gender-Wissen weitertragen: Mit einer Gender-Gastprofessur als „Wanderprofessur” durch die Fakultäten und Einrichtungen setzt die Universität Bielefeld ein Zeichen für die Stärkung von genderspezifischen Inhalten in Forschung und Lehre. Bereits seit 2012 thematisieren Gastprofessorinnen Gender-Aspekte in ihrer Fachdisziplin und sensibilisieren so Fachcommunity und Studierende für das Thema. Sie stärken zugleich die Sichtbarkeit von Frauen in der Wissenschaft. \nWir freuen uns sehr\, dass wir im Sommersemester 2026 die Gender Gastprofessur an die LiLi-Fakultät holen und mit Prof.in Dr. Heide Volkening (Literaturwissenschaft) und Prof.in Dr. Evelyn Ferstl (Linguistik) zwei exzellente Wissenschaftlerinnen gewinnen konnten. Im Rahmen ihres Aufenthaltes bei uns in Bielefeld werden beide unterschiedliche Veranstaltungsformate anbieten\, mit denen sie sich an die gesamte Fakultät richten. Heide Volkening wird vom 26.-29. Mai 2026 bei uns zu Gast sein\, Evelyn Ferstl besucht uns vom 17.-19. Juni 2026 – eine detaillierte Ankündigung hierzu folgt. \nProf.in Dr. Heide Volkening ist wissenschaftliche Mitarbeiterin im Arbeitsbereich Neuere Deutsche Literatur und Literaturtheorie am Institut für deutsche Philologie an der Universität Greifswald. Sie verfügt über eine breite interdisziplinäre Forschungsexpertise im Bereich der literatur- und kulturwissenschaftlichen Geschlechterforschung und ist Vorstandssprecherin des Interdisziplinären Zentrums für Geschlechterforschung an der Universität Greifswald. Zuletzt führte sie ein von der Volkswagen Stiftung gefördertes Projekt mit dem Titel Cringe. Ästhetik und diskursive Praxis der Schamlust (2024-2025) durch. Sie ist außerdem Teil des Verbundprojekts Inklusive Exzellenz in der Medizin an der Universität Greifswald\, welches durch das Bundesministerium für Forschung\, Technologie und Raumfahrt gefördert und dort durch die Förderlinie Geschlechteraspekte im Blick getragen wird. \nDer Vortrag findet am 27. Mai 2026 von 18 – 20 Uhr (c.t.) in Y1-201 statt.
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SUMMARY:Die sozialen Kosten der Dekarbonisierung
DESCRIPTION:Ungleichheiten begegnen uns überall\, beim Einkommen\, der Gesundheit\, gesellschaftlicher Teilhabe\, in der Politik\, der Wirtschaft und im Recht. Das Forum Offene Wissenschaft (Universität Bielefeld) greift das Thema auf und veranstaltet im Sommersemester 2026 eine Vortragsreihe zum Thema: „Ungleichheiten – erwünscht\, notwendig\, problematisch?“. In dreizehn Vorträgen wird das Thema aus unterschiedlichen Perspektiven (Soziologie\, Gesundheitswissenschaften\, Recht\, Politikwissenschaft\, Pädagogik\, Literaturwissenschaft und Theologie) beleuchtet. Der Eintritt ist frei\, alle Interessierten sind willkommen. Weitere Informationen über den Vortrag von Prof. Dr. Anke Hassel finden Sie auf dem Flyer auf folgender Website https://www.uni-bielefeld.de/themen/forum/flyer/
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SUMMARY:Ungleichheiten und sozial-ökologische Transformation – Klimakonflikte verstehen und politisch gestalten
DESCRIPTION:Ob CO₂-Steuer\, steigende Heizkosten oder Energiearmut: Die Kosten der Klimawende treffen nicht alle gleich. Einkommensschwache Haushalte tragen am wenigsten zum Klimawandel bei\, leiden aber am stärksten unter seinen Folgen – und werden durch viele klimapolitische Maßnahmen zusätzlich belastet. Diese dreifache Ungerechtigkeit zieht sich vom globalen Maßstab bis in den Alltag. \nDer Vortrag fragt\, wie sich diese Ungleichheiten erklären lassen – und warum sie so schwer zu überwinden sind. Dazu wird nicht nur auf Einkommen und Vermögen geschaut\, sondern auch Mentalitäten und kulturelle Orientierungen: Wer fühlt sich von der Klimapolitik mitgenommen – und wer abgehängt? Wie überlagern sich objektive Interessen und subjektive Wahrnehmungen in gesellschaftlichen Konflikten um die Transformation? \nAbschließend werden drei politische Ansätze diskutiert\, mit denen ökosoziale Ungleichheiten konkret verringert werden könnten: Umverteilung\, der Ausbau öffentlicher Infrastruktur und Suffizienz – verstanden nicht als Verzicht\, sondern als Möglichkeit eines guten Lebens innerhalb der Grenzen des Planeten.
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SUMMARY:Hans-Jörg Schmid (LMU München): What is creative to whom and why? Creativity in word-formation and phraseology against the backdrop of shared conventions and individual routines
DESCRIPTION:This is a conceptual and programmatic talk aiming to contribute to grasping the nature of creativity in word-formation and phraseology. Creativity is often defined as balancing out originality and effectiveness. I interpret originality as degrees of deviation from convention and effectiveness as degrees of successful mutual understanding. Patterns in word-formation and phraseology provide speakers with the resources needed for being lexically creative when coining new words or expressions. The challenge for exploring creativity in the domains of word-formation and phraseology is that the schemas and templates that are available in these domains offer considerable scope for regular creativity (i.e. productivity)\, but also for daring deviations from existing conventions. \nI resolve this tension by relying on Sampson’s (2006) distinction between F-creativity and E-creativity and my own Entrenchment-and-Conventionalization Model. I discuss systematic ways in which speakers exploit word-formation and phraseology for acts of linguistic creativity which are salient to different degrees and can be creative vis-à-vis different dimensions of regularity. Essentially\, they can pertain to the symbolic dimension of regularity and affect form-meaning pairings\, the syntagmatic dimension\, affecting combinatorial regularities\, and/or the socio-pragmatic dimension\, affecting functional\, situational and social regularities. The role of factors widening or limiting the scope for creativity\, among them individual cognitive routines\, is also discussed and included in the proposed definition of linguistic creativity. \nHans-Jörg Schmid ist seit 2005 Professor für Moderne Englische Sprachwissenschaft an der Ludwig-Maximilian-Universität München. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in der kognitiven Linguistik\, lexikalischen Semantik\, Wortbildung\, Korpuslinguistik\, Pragmatik und Sprachtheorie. Seine  wichtigsten Monographien sind: Dynamics of Linguistic System. Usage\, Conventionalization\, and Entrenchment (Oxford 2020)\, Englische Morphologie und Wortbildung. Eine Einführung (Berlin 2005\, übersetzt ins Englische\, derzeit in 3. Auflage(2016)) und zusammen mit Friedrich Ungerer: An Introduction to Cognitive Linguistics (London/New York: Longmann 1996\, 2. Auflage (2006) übersetzt ins Chinesische und Japanische)
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SUMMARY:Kommunalwahlen\, Kammern und Bürgerräte – Ungleichheit und Formen ihrer politischen Repräsentation
DESCRIPTION:Gesellschaftliche Ungleichheit verlangt politische Repräsentation\, symbolische und materielle. Politische Repräsentation pendelt zwischen dem Ganzen der Ungleichheit und seinen Teilen. Politische Repräsentation verringert gesellschaftliche Ungleichheit und verstärkt sie. Rolle und Mechanismen der politischen Repräsentation werden anhand von insgesamt vier alten und neuen Formen diskutiert und verglichen. Zu den alten Formen gehören das allgemeine und gleiche Wahlrecht bei Kommunalwahlen und die Gruppenwahlen bei Industrie-\, Handels- und Handwerkskammern. Zu den neuen Formen gehören der „Digitale Zwilling“ und losbasierte Bürgerräte. Im Ergebnis gelingt es politischer Repräsentation derzeit nur noch „lokal“ das Ganze gesellschaftlicher Ungleichheit darzustellen.
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SUMMARY:Das soziale Genom: DNA\, Gesellschaft und menschliche Entwicklung
DESCRIPTION:Gene und Umwelt sind keine Gegenspieler\, sondern Partner. Das Konzept des „sozialen Genoms“ beschreibt unsere Genetik als ein dynamisches System\, das soziale Erfahrungen aktiv verarbeitet und die menschliche Entwicklung mitgestaltet. Dr. Laurel Raffington verdeutlicht\, wie soziale Rahmenbedingungen – insbesondere Armut – im Zusammenspiel mit genetischen Dispositionen Bildungswege und Gesundheit prägen. \nDa dieser Prozess in der Kindheit besonders sensitiv ist\, hinterlassen frühe soziale Kontexte biologische Spuren mit eventuell lebenslangen Konsequenzen. Dieser soziogenomische Ansatz wirft fundamentale Fragen für unsere Bildungs- und Gesundheitssysteme auf: Inwieweit dürfen soziale und biologische Ungleichheiten Lebensläufe prägen? Wann und wie müssen wir investieren\, um soziale Gerechtigkeit zu sichern?
URL:https://aktuell.uni-bielefeld.de/event/das-soziale-genom-dna-gesellschaft-und-menschliche-entwicklung/
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SUMMARY:Prof. Dr. Oliver Razum: Migration\, Flucht und gesundheitliche Ungleichheit
DESCRIPTION:Die Vortragsreihe fragt\, ob Ungleichheiten erwünscht\, notwendig oder problematisch sind. Dieser Frage möchte ich mit Blick auf Migration\, Flucht und Gesundheit nachgehen. Unterschiede zwischen Gruppen von Menschen sind offensichtlich: Lebenswege\, Belastungen\, Ressourcen und Erfahrungen unterscheiden sich\, und das spiegelt sich auch in gesundheitlichen Problemen und Bedürfnissen wider. In einem ersten Schritt möchte ich zeigen\, dass nicht jede Ungleichheit bereits eine nicht hinnehmbare Ungerechtigkeit darstellt. \nIn einem zweiten Schritt geht es darum\, wann und wie gesundheitsbezogene Unterschiede problematisch oder inakzeptabel werden. Am Beispiel migrierter und geflüchteter Menschen zeige ich\, dass gesundheitliche Ungleichheiten in Deutschland häufig nicht nur Ausdruck von Verschiedenheit sind\, sondern auch mit ungleichen Chancen auf angemessene Versorgung einhergehen. Sprachliche Hürden\, institutionelle Barrieren und rechtliche Einschränkungen können dazu führen\, dass Menschen gesundheitliche Versorgung verspätet\, erschwert oder gar nicht erhalten. \nMich interessiert besonders\, wie solche Ungleichheiten entstehen und warum sie als Ungerechtigkeiten verstanden werden sollten. Ich vertrete dabei die These\, dass gesundheitliche Versorgung ein Menschenrecht ist\, in der Praxis jedoch häufig auf ein Bürgerrecht verengt wird. Der Vielfalt unserer Gesellschaft wird das nicht gerecht – mit negativen Folgen\, die letztlich uns alle betreffen.
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SUMMARY:Rasha Abdel Rahman (Humboldt-Universität zu Berlin): The many facets of meaning processing during language production
DESCRIPTION:Abstract des Vortrags: \nSpeaking is a highly flexible and adaptive means of expressing thoughts\, sensations and experiences in diverse communicative contexts\, but this potentially wide range of meaning processing has not been thoroughly investigated. In this talk\, I will present studies on how different aspects of meaning affect lexical activation and the words we choose when we plan to speak. Beyond different types of semantic contents\, I will focus on how we communicate sensorimotor experiences and social-emotional content\, as well as how speaking is shaped by different communicative contexts. Together\, these studies reveal a complex interplay between lexical selection and social settings that characterizes the language production system as highly flexible and adaptive. \nRasha Abdel Rahman ist Heisenberg Professorin für Neurokognitive Psychologie am Institut für Psychologie der Humboldt-Universität zu Berlin und leitet dort den gleichnamigen Arbeitsbereich sowie das Laboratory for Neurocognitive Psychology. Ihr Forschungsinteresse gilt den neurokognitiven Mechanismen\, die der Sprache\, dem Sehen\, der semantischen und sozialen Verarbeitung sowie dem vielschichtigen Zusammenspiel dieser zentralen menschlichen Fähigkeiten zugrunde liegen.
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SUMMARY:OWLing 2
DESCRIPTION:Sprachrätsel lösen und gewinnen \nDie Sprachwissenschaft (Linguistik) der Uni Bielefeld lädt Schüler*innen der Klasse 8-13 ein zum 2. regionalen Linguistikwettbewerb der Region OWL (OWLing 2). Neben kniffligen Sprachrätseln gibt es interaktive Events\, diesmal zur Namensbildung in Fantasy-Sprachen und zu den großen Fragen der Sprachwissenschaft und was ein Linguistikstudium in Bielefeld so alles bieten kann. Die besten 10 Teilnehmenden des Wettbewerbs gewinnen Preise. \nAlle Informationen sowie der Link zur Anmeldung (bis 15.03.26) finden sich auf unserer Webseite: \nhttps://www.uni-bielefeld.de/fakultaeten/linguistik-literaturwissenschaft/studium-lehre/studienfaecher/linguistik/linguistik-studieren/linguistik-wettbewerb/
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SUMMARY:Personalversammlung der Mitarbeiter*innen in Technik und Verwaltung
DESCRIPTION:Der Personalrat MTV lädt alle in Technik und Verwaltung Beschäftigten hiermit zur Personalversammlung 2026 ein. \nWir treffen uns am \nMittwoch\, den 18.03. ab 9:00 Uhr bis (max.) 12:00 Uhr im Hörsaal des Gebäudes Y. \nAls Tagesordnung schlagen wir vor: \n\nBegrüßung\nBeschluss über die Tagesordnung\nVorstellung des Rechenschaftsberichts und Aussprache dazu\nAktuelle Themen\nAustausch Personalrat und Kanzler mit Moderation\nBericht von der Landespersonalrätekonferenz\nKurzstatement der im Personalrat vertretenen Gewerkschaften\nFragen und Abschlussdiskussion\nVerschiedenes\n\nDen obligatorischen Rechenschaftsbericht\, sowie Informationen zur Personalversammlung\, finden Sie auf unserer Homepage zum Abruf: www.uni-bielefeld.de/pr-mtv  (der Rechenschaftsbericht ist hier ab dem 10.03.2026 abrufbar). \nAus rechtlichen Gründen findet die Personalversammlung als nicht-öffentliche Präsenzveranstaltung statt. Wir weisen gerne darauf hin\, dass die Teilnahme Arbeitszeit ist.  D.h. für die Dauer der Personalversammlung sowie ggf. erforderliche Wege sind Sie von Ihren Dienstaufgaben entbunden\, d.h. z.B. Sitzungen\, Meetings usw. dürfen Sie nicht an der Teilnahme hindern. \nWenn sie im Vorfeld Themen/Fragen an die Versammlung richten möchten\, nutzen Sie gerne die Emailadresse: pr@uni-bielefeld.de. \nSollten Sie keine andere Möglichkeit haben\, besteht die Möglichkeit an der Veranstaltung via Zoom teilzunehmen. Es gelten dabei die identischen Rahmenbedingungen. Da dies extrem viel organisatorischen Aufwand bedeutet und einige Kolleg*innen zusätzlich bindet\, bitten wir\, sehr zurückhaltend von dieser Option Gebrauch zu machen. \nHybride Teilnahme \nEine Anmeldung muss aus organisatorischen Gründen bis zum – 18.03.2026\, 07:30 Uhr\, –  erfolgen. Der Zugangslink wird allen registrierten Kolleg*innen im Anschluss bis zum Beginn der Veranstaltung zugesandt. Der Versand erfolgt ausschließlich an dienstliche Email-Adressen der Universität. Die Registrierung ist mit dem folgenden Link möglich. \nhttps://terminplaner6.dfn.de/b/1a187a08b8fb39498eb34c7c32597ee8-1619375 \nEs gelten die folgenden Regeln für die digitale Teilnahme: \n\nDie Kamera darf für die Dauer der Veranstaltung nicht ausgeschaltet werden\nDas Mikrofon muss ausgeschaltet sein (Für einen Redebeitrag wird es von uns freigeschaltet)\nEs dürfen keine virtuellen Hintergründe\, Fotos\, verwischte oder verfremdete Hintergründe verwendet werden\nTeilnehmer*innen in Zoom müssen sich allein in einem nicht-öffentlichen Raum befinden\nWir empfehlen die Angabe des Klarnamens und des Arbeitsbereichs für die Anzeige in Zoom\nEine Übertragung oder elektronische Aufnahme der Veranstaltung ist untersagt. Dieses Verbot schließt ausdrücklich die diesbezügliche Nutzung von KI-Systemen ein.\nWortmeldungen aus Zoom werden in eine Reihenfolge mit den Wortmeldungen aus dem Veranstaltungsraum gebracht und sind gleichberechtigt\nWortmeldungen aus Zoom erfolgen über den Button “Hand heben” im Menüpunkt “Reaktionen”.\nWir bitten\, zu Beginn eines Redebeitrags den eigenen Namen und den Arbeitsbereich zu nennen. Dies gilt auch für die Kolleg*innen im Raum\nDer Chat ist für alle mit Ausnahme der Organisatoren deaktiviert\nWenn Sie sich während der Versammlung plötzlich im Warteraum befinden\, haben Sie evtl. eine dieser Regeln missachtet. Bitte stellen Sie sicher\, dass Sie diese Regeln einhalten. Sie werden in Kürze wieder in die Versammlung hereingelassen.\n\nWir behalten uns vor\, bei wiederholter Nichtbeachtung dieser Regeln oder wiederholter Störung von unserem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen von der Teilnahme auszuschließen. \nMelden Sie sich gerne\, wenn besondere Teilnahmebedingungen bestehen oder weitere technische Ausstattung über die im Hörsaal bzw. in Zoom vorhandenen notwendig sind. \n\n 
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SUMMARY:Rafał Jończyk (Adam Mickiewicz Universität Poznań): How thinking in another language modulates creativity and brain dynamics
DESCRIPTION:Creativity is widely regarded as a key cognitive resource in the 21st century\, yet it remains a complex and elusive phenomenon. Language constitutes a central medium of creative thought and expression—for example\, through the production and comprehension of novel metaphors. At the same time\, a growing body of research suggests that operating in more than one language may shape creative cognition. In an increasingly multilingual world\, this raises important questions about how bilinguals’ creative performance depends on the language in use and the contexts in which creativity unfolds. \nIn this talk\, I focus on the neurophysiological mechanisms underlying creative cognition and examine how creative performance is modulated by language of operation\, prior knowledge\, and feedback. I will present a series of electrophysiological (EEG) studies addressing two main questions: (1) how domain-specific knowledge and knowledge of an additional language influence the neural dynamics of novel metaphor comprehension\, and (2) whether engaging in creative idea generation in one’s native versus a foreign language alters creative potential\, and which neural mechanisms support such effects. Together\, these findings illuminate how bilingualism interacts with creativity at the level of brain dynamics\, offering new insights into the cognitive and neural foundations of creative language use and highlighting promising directions for future research. \nRafał Jończyk ist Assistant Professor an der Faculty of English der Adam Mickiewicz Universität Poznań. Seine Forschungsinteressen liegen an der Schnittstelle zwischen Linguistik und Neurowissenschaften\, insbesondere affektive Neurowissenschaften\, experimentelle Pragmatik\, Psycholinguistik\, Zweisprachigkeit und Emotionen\, Neurophysiologie der Kreativität und neurophysiologische Methoden in Sprachverarbeitungsstudien (EEG).
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SUMMARY:Reform – Charisma – Verdeckung: Nächster Reflexionsraum in der Universität am 29. Januar
DESCRIPTION:Der vierte Reflexionsraum dreht sich am 29. Januar 2026 um 18 Uhr s.t. im Hörsaal des Y Gebäudes um das Thema „Reform – Charisma – Verdeckung“. Es soll kritisch und selbstreflexiv diskutiert werden\, ob und wie eigens produzierte Mechanismen in progressiven Institutionen unter anderem sexualisierte Gewalt und diskriminierende Praxen ermöglichen und legitimieren. \n\nDie Universität Bielefeld startete 1969 als ambitioniertes Reformprojekt – interdisziplinär und innovativ. Diese Prinzipien prägen bis heute das Selbstverständnis der Universität. Gleichzeitig blieben Fragen interner Machtverhältnisse\, exklusiver Männlichkeitsnetzwerke oder der Umgang mit sexualisierter Gewalt in den Anfangsjahren weitgehend unbeachtet – etwa in der Schulpädagogik. Bis heute gelten die Bemühungen der Schließung von Lücken zwischen institutionellem Anspruch und tatsächlichen Strukturen. \nDer vierte Reflexionsraum zum Thema „Reform – Charisma – Verdeckung“ nimmt diese Spannung in den Blick. Der zentrale Begriff der Verdeckung beschreibt dabei das mehr oder weniger intentionale Verbergen\, Verschleiern und Unsichtbarmachen von Taten\, aber auch das Zementieren von bestehenden Ordnungen. \nDie leitende These lautet: Je mehr sich Einrichtungen wie Reformuniversitäten auf der „guten“ und „richtigen“ Seite verorten\, desto wacher müssen sie gegenüber ausgeblendeten\, eigentlich abgewehrten Aspekten sein. Gerade Reformprozesse\, die vor dem Hintergrund verkrusteter Strukturen einen inhaltlichen und kulturellen Aufbruch wagen\, können anfällig für diese Art von Dynamiken sein. \nZugleich ziehen sie charismatische Personen an\, die neue Wege initiieren und vorbereiten\, ihre Machtposition jedoch auch entgrenzen können. In derartigen Konstellation kann es zu Formen „wissender Ignoranz“ im Umfeld sowie einer „Verantwortungsdiffusion“ in komplexen\, partizipativ angelegten Strukturen kommen. \nZum Podiumsgespräch mit Publikumsbeteiligung sind eingeladen: \n\nDr. Marlene Kowalski\, Gender-Gastprofessorin der Universität Bielefeld (2024/25) und Leiterin der Fachstelle „Aktiv gegen sexualisierte Gewalt“ der Diakonie Deutschland\nDr. Bernhard Pörksen\, Medienwissenschaftler an der Universität Tübingen\nDr. Oliver Flügel-Martinsen\, Professor für Politische Theorie und Ideengeschichte an der Universität Bielefeld\n\nModeriert wird die Veranstaltung von den Professorinnen Dr. Barbara Thiessen (Dekanin der Fakultät für Erziehungswissenschaft) und Dr. Michaela Vogt (Prorektorin für Internationales\, Diversität und Gesellschaft). \nDie Reihe „Reflexionsraum“ des Rektorats widmet sich Themen\, welche die Gesellschaft besonders beschäftigen. Hierzu lädt die Universität regelmäßig Wissenschaftler*innen ein\, die zu aktuellen gesellschaftlichen Konfliktfragen einen Beitrag leisten können. Es ist ein Angebot an die Mitglieder der Universität\, aber auch an die Stadtgesellschaft\, sich mit fundierten wissenschaftlichen Analysen zu diesen Fragen zu befassen.
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SUMMARY:Was ist die 'Weltordnung' - und gibt es eine?
DESCRIPTION:Im Moment sieht es so aus\, als ob eine „alte“ Weltordnung zusammengebrochen wäre und eine „neue“ entsteht. An dieser Beobachtung ist nichts falsch\, sie ist aber mit vielen\, teils erheblichen Unschärfen behaftet. Vor allem bedarf es für die Einordnung der „neu entstehenden“ Weltordnung einer Einordnung\, die über die Entwicklungen der letzten Jahre und Jahrzehnte hinausreicht. Hier stellt sich dann nicht nur die Frage der Konturen der sich wandelnden Welt\, die sich nicht nur über geopolitische Vorstellungen erschließt. Es stellt sich vor allem auch die Frage nach der Pluralität von Ordnungen. Was gerät möglicherweise in der Einschätzung gegenwärtiger Entwicklungen aus dem Blick\, wenn man von der Vorstellung einer einzigen Weltordnung ausgeht? Und wie wandelt sich die Perspektive\, wenn man die Pluralität verschiedener Weltordnungen als geschichtlichen Normalfall sieht?
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SUMMARY:Stefan Hartmann (HHU Düsseldorf): Constructions on the verge of a creative breakdown. What constructional idioms reveal about linguistic creativity and productivity
DESCRIPTION:Linguistic creativity has become one of the most prominent topics in Construction Grammar. Taking up Sampson’s now well-established distinction between F(ixed)-creativity and E(xtending)-creativity\, constructionist approaches are concerned with both types of creativity\, which can potentially both play a significant role in accounting for what Goldberg has called the puzzle of partial productivity\, i.e. the phenomenon that linguistic constructions usually extend within fairly well-defined (albeit not always easily definable) limits. Creativity can also account for phenomena of constructionalization and constructional change. Despite the surge in research\, there are still numerous open questions – for instance\, how creativity relates to productivity\, and what the relationship may be between linguistic creativity on the one hand and „extravagance“ on the other\, a concept orignally developed by Haspelmath (based on Rudi Keller’s maxims of language use) to account for the unidirectionality of grammaticalization but recently taken up in diachronic Construction Grammar as a potential explanation for all kinds of linguistic changes. In this talk\, I will discuss to what extent so-called snowclones can shed light on some of those open questions. Snowclones are „extravagant“ formulaic patterns with a(n alleged) fixed source\, e.g. [the mother of all X] or [X on the verge of a nervous breakdown]. As patterns with a fixed part and one or more open slot(s) that are often characterized by a rich background in popular culture and tied to specific contexts\, they are particularly interesting from a constructionist point of view as they give insights into the way constructional productivity interacts with social and cultural contexts\, which in turn can give valuable insights regarding the respect roles of E- and F-creativity in the emergence and spread of linguistic patterns across individuals and communities. \nStefan Hartmann ist Professor für Germanistische Sprachwissenschaft an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Im Mittelpunkt seiner Arbeit steht die Dynamik von Sprache in all ihren Facetten – vom frühkindlichen Spracherwerb über Sprachvariation und Sprachwandel bis zu der Frage\, wie die menschliche Sprachfähigkeit evolutionär entstanden ist. Seine Forschungsinteressen liegen im Bereich der historischen Linguistik\, Korpuslinguistik\, kognitiven Linguistik\, Konstruktionsgrammatik und beziehen sich dabei u.a. auf morphologische und grammatische Phänomene in den germanischen Sprachen.
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SUMMARY:Ordnung weltweit stabil halten – das Beispiel Männlichkeit
DESCRIPTION:Der Vortrag untersucht die Bedeutung der modernen Geschlechterordnung für die Stabilisierung gesellschaftlicher Ordnungsstrukturen. Ausgangspunkt ist eine kurze Historisierung der Zweigeschlechtlichkeit\, in der ihre Entstehung im Kontext der Aufklärung und ihre historische Kontingenz rekonstruiert werden. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage\, warum Geschlecht trotz seiner prinzipiellen sozialen Gestaltbarkeit eine so hohe gesellschaftliche Stabilität aufweist. \nZur Beantwortung dieser Frage greifen wir auf das Konzept der hegemonialen Männlichkeit zurück. Dieses erlaubt es\, Geschlecht als Bestandteil von Welt- und Selbstverhältnissen zu analysieren\, über die gesellschaftliche Ordnungen reproduziert\, stabilisiert und verändert werden. Anhand qualitativer Interviews untersuchen wir\, wie hegemoniale Männlichkeit in alltäglichen Deutungen sozialer Welt- und Selbstverhältnisse wirksam wird. \nAuf dieser Grundlage entwickelt der Vortrag Überlegungen zum Zusammenhang von gesellschaftlicher Ordnung und Subjektivität und diskutiert Möglichkeitsbedingungen und Grenzen der sozialen Gestaltbarkeit von Geschlecht. Damit leistet er einen Beitrag zum Verständnis der Beharrungskraft moderner Geschlechterordnungen.
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SUMMARY:Muriel Norde (HU Berlin): When creativity becomes routine\, and vice versa
DESCRIPTION:Abstract: \nIt is a well-known paradox in current theorising about creativity that successful creative forms may at some point become routine and are consequently no longer perceived of as creative (Fleissner 2025). In order to solve this puzzle\, we need a model of creativity that encompasses both the creation of new forms and the establishment of new schemas (as generalisations over these new forms). In this talk\, I propose a model of creativity in word formation that expands on Sampson’s (2016) distinction between F(ixed)- and E(nlarged)-creavity. Trousdale & Norde (2025) argue that there are two kinds of F-creativity: F1\, for regular and productive word formation (e.g. English [X-ness])\, and F2-creativity\, which refers to a mismatch with F1-creative forms\, e.g. thugcracy. This word is similar to neoclassical compounds (democracy\, theocracy) but only partially so\, because it has a non-classical base (thug). Once several of such F2-creative forms emerge\, speakers may establish a generalisation across these forms: [X-cracy]. In the proposed model\, E-creativity is the process that results in this new schema\, but the [X-cracy] forms themselves are now F1-creative. E-creativity is thus a crucial link between F2- and F1-creativity\, as it accounts for the transition from creativity to routine. To illustrate this typology of creativity and how it can be operationalised\, I present data from two case studies: pseudoparticiples in Dutch (Norde & Trousdale 2025) and evaluative collocations of wannabe in English and languages wannabe was borrowed into (Norde et al. 2025). \nMuriel Norde ist Professorin für Skandinavistische Sprachwissenschaft am Nordeuropa-Institut der Humboldt-Universität zu Berlin. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich der Morphologie und des Sprachwandels. Besonders interessieren sie diesbezüglich Fragen von Variation und Wandel morphologischer und grammatischer Phänomene in den germanischen Sprachen (z.B. Dänisch\, Schwedisch\, Niederländisch und Englisch).
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SUMMARY:Hendrik De Smet (KU Leuven): In language change\, analogy is like gravity: omnipresent\, weak\, and poorly understood
DESCRIPTION:In this paper I develop a particular view on analogy in language change. Although analogical reasoning underlies both creativity and language change\, its involvement comes in different flavours. Where creativity involves analogies that are highly unpredictable and extravagant\, language change mostly involves analogies that are predictable and unobtrusive. What is more\, analogy in language change often depends on contiguous factors that trigger innovative language use\, typically in the form of chain reactions. The reason is that analogy\, while omnipresent as a force that structures language\, is relatively weak. Arguably\, this weakness is a built-in feature of analogy reflective of ist primary nature as a conservative force in language. \nHendrik De Smet ist Associate Professor for English Linguistics am Department of Linguistics der Katholischen Universität Leuven. In seiner aktuellen Forschung befasst sich mit Sprachwandel in der Grammatik und verknüpft dabei\, die ihnen zugrunde liegenden Mechanismen mit aktuellen Ansichten über die synchrone Sprachstruktur\, -verarbeitung und -verwendung. Neben seiner Forschung hat er mehrere Korpora erstellt und der Forschungsgemeinschaft zur Verfügung gestellt. Um Erkenntnisse aus der linguistischen Forschung einer größeren Öffentlichkeit zugänglich zu machen\, betreibt er zusammen mit Stef Spronck den linguistischen Sprachblog „Inspraak“: https://www.arts.kuleuven.be/inspraak/
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SUMMARY:Die Resilienz des Heiligen Stuhls in wechselnden Weltordnungen
DESCRIPTION:Mobilisierung\, Diplomatie\, Öffentlichkeit und Geopolitik. Der Heilige Stuhl überlebt und floriert in wechselnden Weltordnungen der Moderne\, bezahlt dafür aber einen Preis. \n  \nDer Papst leitet gleichzeitig die Katholische Kirche\, die größte verfasste Glaubensgemeinschaft der Welt\, und den Heiligen Stuhl\, die einzige religiöse Institution\, mit der fast alle Staaten als Völkerrechtssubjekt diplomatische Beziehungen unterhalten. Seine Aufgabe als Kirchenoberhaupt liefert die soziale Machtbasis für die politische Rolle in den internationalen Beziehungen. Der Papst muss das Kirchenvolk in beeindruckender Zahl mobilisieren\, um seine Stellung in der Diplomatie zu behaupten. Seine Diplomaten dienen umgekehrt den Interessen der Kirche\, die – ihrem Selbstverständnis nach – Mitglieder und Mission\, aber auch Frieden und Gerechtigkeit für die Menschheit im Blick zu behalten hat. Die Medienarbeit des Papstes verstärkt sowohl Mobilisierung als auch Diplomatie. Im Idealfall gelingt dem Papst der Balanceakt zwischen Kirchen- und Weltpolitik durch eine kohärente Macht- und Moralpolitik. In der Realität muss er aber oft prekäre Kompromisse finden. Im 20. Jahrhundert lag die Präferenz der Päpste im Zweifel bei der Förderung der weltpolitischen Rolle des Heiligen Stuhls.
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SUMMARY:Ist unsere Demokratie in Gefahr? Ein soziologischer Blick auf die international-vergleichende Forschung
DESCRIPTION:Gegenwärtig ist viel von einer globalen Krise der Demokratie und einer weltweiten Welle der Autokratisierung die Rede. Manche sehen sogar eine „Demokratiedämmerung“ heraufziehen und die liberale Demokratie\, wie wir sie heute z.B. in Deutschland kennen\, an ihr Ende kommen. Der Vortrag fragt aus einer soziologischen Perspektive\, wie real diese Gefahr ist und wie ihr begegnet werden könnte. Um diese Frage zu beantworten\, setzt er sich mit der international-vergleichenden Literatur zum heutigen Zustand der Demokratie\, zum Aufkommen hybrider Regimetypen\, zum (Rechts-)Populismus und zu Polarisierungsprozessen auseinander. Das zentrale Argument des Vortrags ist\, dass die liberale Demokratie heute – und im Unterschied zum Faschismus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts – primär von Bewegungen und Parteien unter Druck gesetzt wird\, die offensiv für die Demokratie eintreten oder dies zumindest vorgeben. Gehen Gefahren für die Demokratie also heute vor allem von ihren Anhängern aus? Diese auf den ersten Blick paradoxe Problemlage gilt es wissenschaftlich zu analysieren und auf ihre politischen Konsequenzen hin zu durchdenken.
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