Der Sonderforschungsbereich „Sprachliche Kreativität in der Kommunikation“ (SFB 1646) der Universität Bielefeld lädt ab sofort alle Interessierten ein, auf der neuen Webplattform „Sprachschmiede“ an linguistischer Forschung mitzuwirken. Thematisiert wird zum Beispiel die Frage, was menschliche Sprache von KI-Texten unterscheidet.
Der Sonderforschungsbereich hat die Plattform entwickelt, um Bürger*innen aktiv in den wissenschaftlichen Prozess einzubinden. Erreichbar ist sie unter sprachschmiede.net. Zum Start stehen zwei Projekte bereit: „Mensch vs. Maschine“ und der digitale Escape Room „Verschollen im Nichts“.
Spielen und forschen zugleich
„Mensch vs. Maschine“ leitet Teilnehmende durch mehrere spielerische Forschungsstationen, darunter ein Quiz, in dem sie KI-generierte von menschlichen Sätzen unterscheiden, und eine Analyseaufgabe zu kreativer Sprache. „Verschollen im Nichts“ verpackt sprachwissenschaftliche Experimente rund ums sprachliche Verneinen in eine Escape-Room-Geschichte.
Florian Kankowski, Doktorand im Projekt Öffentlichkeitsarbeit (Ö) des SFB und Mitentwickler der Plattform, erläutert: „Die Geisteswissenschaften stehen bei webbasierten Citizen-Science-Initiativen noch etwas im Verzug. Mit der Sprachschmiede beginnen wir, diese Lücke zu füllen.“
Professor Dr. Oliver Bott, Projektleiter im Projekt Ö, betont den wissenschaftlichen Mehrwert: „Indem wir Sprache gemeinsam erforschen, zapfen wir implizites sprachliches Wissen an und können es viel eingehender erforschen als in der klassischen Laborsituation.“
Die Plattform wird laufend weiterentwickelt. Ergebnisse der kooperativen Projekte erscheinen im Blog der Webseite.

